Lesemarathon für Buchpreis-Jury

Presseschau

lbm18 Leipzig liest Buchmesse Rückblende Bücherherbst BücherblogWelch eine riesige Auswahl: Insgesamt 403 Bewerbungen aus 143 Verlagen wurden für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 eingereicht. Jetzt gilt es für die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke: lesen, lesen, lesen. „Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Strömungen gibt es zahlreiche Bücher zu historischen Themen, die jedoch die Brücke ins Heute schlagen. Ebenfalls bemerkenswert: In der Kategorie Übersetzung haben wir wieder mehrere Werke aus dem Chinesischen, diesmal vor allem Lyrik“, erklärt Maidt-Zinke (Leipziger Buchmesse).

In den vergangenen Wochen wurden neben dem Deutschen Buchpreis im Rahmen der Frankfurter Buchmesse für Robert Menasses Die Hauptstadt auch noch zahlreiche weitere Buchpreise vergeben: Bereits zum zweiten Mal erhielt Jesmyn Ward den National Book Award, einen der wichtigsten US-Buchpreise, für ihren Roman Sing, Unburied, Sing (Spiegel Online). Zum 25. Mal wurde der Open Mike vergeben, der wichtigste Preis für junge Literatur (ZEIT Online). Der spanische Cervantes-Literaturpreis geht an den nicaraguanische Schriftsteller, Menschenrechtler und Ex-Politiker Sergio Ramírez für sein Lebenswerk (Der Tagesspiegel). Im Rahmen der Buch Wien erhielt Eva Menasse zum zweiten Mal den Österreichischen Buchpreis (Der Standard). Franzobel und Andreas Reckwitz sind mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet worden (München.de). Der Bremer Literaturpreis 2018 geht an Thomas Lehr für Schlafende Sonne, den Förderpreis erhält Laura Freudenthaler für ihr Romandebüt Die Königin schweigt (Pressestelle des Bremer Senats). Für sein Buch Die Rückkehr über die Suche nach dem verschollenen Vater ist Hisham Matar mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2017 ausgezeichnet worden (3sat). Am 24. November bekommt Schriftsteller Ilija Trojanow den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln 2017 überreicht, da er sich als „kompromissloser Kritiker des Überwachungsstaats“ profiliert habe und zugleich als „rastloser Helfer für verfolgte und exilierte Schriftsteller“ (Stadt Köln). Petra Morsbach hat den Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim erhalten (Süddeutsche Zeitung). Die Stadt Hannover hat Juan S. Guse mit dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover für seinen Debütroman Lärm und Wälder ausgezeichnet (T-Online).

Jonas Lüscher hat für sein Werk Kraft den Schweizer Buchpreis gewonnen (Tages Anzeiger). Für einen kleinen Eklat hat in diesem Rahmen der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss gesorgt: Er forderte die Abschaffung des Schweizer Buchpreises, da er die Veranstaltung zum zehnten Jubiläum „unwürdig“ fand und zugleich die Unabhängigkeit der Jury anzweifelt (Süddeutsche Zeitung).

Weitere Themen der vergangenen Tage in der Rückblende:

goethe-faust-buecherherbst-buecherblog reclam rueckblendeReclam-Hefte: Die Universal-Bibliothek wird 150 Jahre alt. Zum Geburtstag zeigt eine Ausstellung, wie die gelben Heftchen die Klassikerlektüre verändert haben.“ (Süddeutsche Zeitung)

Ken Follett zeigt Werbespot, statt zu lesen: Es war der allerletzte Abend des diesjährigen Harbour Front Literaturfestivals: Der Bestsellerautor Ken Follett trat am Dienstag in der Hamburger Laeiszhalle auf.“ (NDR)

„Das Gehen in der Literatur: Vom Traum, unterwegs ein anderer zu werden“ (Deutschlandfunk Kultur)

Bertolt Brecht Buecherherbst Buecherblog Rueckblende

(c) Bundesarchiv, Bild 183-W0409-300 / Kolbe, Jörg [CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons]

„Gipfeltreffen im Olymp: Die Freundschaft zwischen Walter Benjamin und Bertolt Brecht beleuchtet eine schöne Ausstellung in Berlin.“ (Frankfurter Rundschau)

„Diese Studie ist im alltäglichen Schlamassel verankert: Mit der ersten Totalgeschichte eines Romans nimmt die Literatursoziologie nach langer Pause wieder Theoriefahrt auf.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Deutschlands älteste Buchhändlerin Helga Weyhe: Buchladen droht nach 177 Jahren das Aus“ (Deutschlandfunk Kultur)

„Reden wir über Geld mit Friedrich Ani: »Mein Schreiben führt nicht zwangsläufig zu einer Doppelhaushälfte«“ (Süddeutsche Zeitung)

„»Wie wäre es, wenn auf einmal alle Frauen weg wären?« Stephen King hat zusammen mit seinem Sohn Owen einen Roman geschrieben: Sleeping Beauties. Im Interview erzählen sie, wie die Geschichte entstanden ist – und was sie mit Donald Trump zu tun hat.“ (Spiegel Online)

Kesten-Preis: Thomas B. Schumann sammelt Bücher verfolgter Autoren – mehr als 50.000 Werke sind in seinem Haus versammelt.“ (Frankfurter Rundschau)

„Zürcher Poetikvorlesung: Wie Saša Stanišić seine Heimat erfindet“ (Süddeutsche Zeitung)

„Der in der DDR bekannt gewordene Wolfgang Schreyer ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Wie sein Sohn dem NDR mitteilte, starb Schreyer am Dienstag im Kreise seiner Familie.“ (NDR)

„Todestag der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach: Sie entstammte der Schweizer High Society, reiste mit dem Auto bis nach Kabul, brach mit gängigen Konventionen“ (Deutschlandfunk Literatur)

Die Schatulle in Niedersachsen: Eine der drei besten Buchhandlungen Deutschlands“ (Deutschlandfunk Kultur)

„Der Langenscheidt-Verlag wählt I Bims zum Jugendwort 2017. Das ist eine Sensation – vong Politik und Kultur her.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Die Säge kommt zum Schluss: Heinz Strunks Buchbestseller Der goldene Handschuh macht sich als Schreckensrevue auf der Theaterbühne prächtig. Allerdings wird beim Spiel um den Serienmörder Honka der Horror dem Spielwitz geopfert.“ (Spiegel Online)

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