Rückblende

Swetlana Alexijewitsch (c) Elke Wetzig [CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons]

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Swetlana Alexijewitsch „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“ (Nobel Prize). Die Weißrussin galt bereits im Vorfeld als Mitfavoritin, arbeitet sie doch seit Jahrzehnten die Sowjetzeit auf. Bereits vor zwei Jahren erhielt Alexijewitsch hierfür den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, da sie „ebenso selbstlos wie mutig ihre ganze schriftstellerische Kraft dazu verwandt, diejenigen lebendig und hörbar werden zu lassen, deren Stimmen stumm blieben, deren Hoffnungen keine Chance der Erfüllung fanden und die ihre Existenz als Verfügungsmasse der Mächtigen zu fristen hatten“ (Börsenverein des Deutschen Buchhandels).

(c) Nobelprize.org

(c) Nobelprize.org

Deshalb fragte die Süddeutsche Zeitung im Anschluss an die Nobelpreisverleihung allerdings, ob es „Aufgabe eines Literaturpreises [ist], Ikonen des Widerstands hervorzubringen?“ (SZ) Weitere Pressestimmen: „Swetlana Alexijewitsch erhält den Literaturnobelpreis“ (ZEIT) | „Nun muss die Regierung mir zuhören“ (Tagesspiegel) | „Literaturnobelpreis für Swetlana Alexijewitsch“ (WELT)

Welche Themen darüber hinaus in der letzten Woche wichtig waren, im kurzen Pressespiegel: Am Donnerstag lief Er ist wieder da auf Vorlage von Timur Vermes‘ Roman in den Kinos an: „Aktuelle Literaturverfilmungen im Kino: Er ist auch auf der Leinwand wieder da“ (Buchreport)

(c) Carlsen Verlag

Harry Potter 2.0: Jim Kay illustriert J.K. Rowlings Zauberlehrling“ (Tagesspiegel)

„Schriftsteller zur Flüchtlingskrise: Navid Kermani lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel“ (Kölner Stadt-Anzeiger)

„Zum Auftakt des Göttinger Literaturherbstes war Jonathan Franzen zu Gast.“ Seine Lesung in voller Länge: NDR.

„Deutschstunde bei Botho Strauß: Der Spiegel nennt Botho Strauß den ‚letzten Deutschen‘. Die Abschiedsrolle spielt der Dichter gut. Nur: Das Deutschtum, das er verabschiedet, ist bei uns leider unsterblich. Eine Widerrede.“ (Frankfurter Allgemeine)

„Spagat zwischen Geschichte und Zukunft: Kat Kaufmann und Mirna Funk fragen in ihren Debütromanen nach der Identität einer neuen jüdischen Generation. Ihre Positionen sind dabei genauso mutig wie streitbar.“ (ZEIT)

„Trauerfeier für Hellmuth Karasek: Knapp zwei Wochen nach dem Tod von Hellmuth Karasek haben Freunde und Familie Abschied von dem Literaturkritiker genommen.“ (Frankfurter Rundschau)

„Der E-Book-Markt: Ein schwieriges Terrain“ (Deutschlandradio Kultur)

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