Situationskomik par excellence

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(c) Piper

Manchmal ist es gar nicht so kompliziert, Menschen einer Kategorie zuzuordnen: a) Sie kennen Christian @Pokerbeats Huber – sie sind Twitterer; b) Sie kennen ihn nicht – Sie sind „Ich bin doch schon bei Facebook“-Menschen. Ich gehöre zu den mehr als 27.000 Followern, die den tagtäglichen Wahnsinn, den @Pokerbeats twittert, miterleben, ihn faven und selbst über banalsten Blödsinn herzhaft lachen. Für alle, die diese Dosis Spaß auch gerne analog genießen möchten, hat er seine Alltagsbeobachtungen in ein Buch gepackt: Fruchtfliegendompteur.

Es geht Christian @Pokerbeats Huber gar nicht um die große Erzählung. Der Besuch beim Postamt oder beim Arzt, die Fahrt mit der Straßenbahn, „katzensitten“ oder das Leben als mittelprächtig erfolgreicher Musikkomponist – vielmehr sind es zahlreiche Episoden, Situationskomik par excellence. Weiterlesen

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Sterben kann so lustig sein

(c) Kiepenheuer & Witsch

Wie dramatisch ist der Tod? Überhaupt nicht, meint Thees Uhlmann, ganz im Gegenteil: Das Sterben kann durchaus humorvoll sein. In seinem Debütroman Sophia, der Tod und ich lässt er den Tod wahrhaftig werden und stellt den Leser vor die Frage: Was wäre, wenn man nur noch kurze Zeit zu leben hätte? Was würde man mit seinen letzten Minuten anfangen? Die Vorstellung vom Tod begleitet Menschen ein Leben lang. Wird man sich ihm trotzdem erst bewusst, wenn man ihn vor sich sieht?

Es klingelt an der Tür des Ich-Erzählers. Und vor der Tür steht der Tod, der den Todgeweihten mit sich nehmen möchte, auch wenn dieser es zunächst für einen schlechten Scherz hält. Weiterlesen

Rückblende

Swetlana Alexijewitsch (c) Elke Wetzig [CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons]

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Swetlana Alexijewitsch „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“ (Nobel Prize). Die Weißrussin galt bereits im Vorfeld als Mitfavoritin, arbeitet sie doch seit Jahrzehnten die Sowjetzeit auf. Bereits vor zwei Jahren erhielt Alexijewitsch hierfür den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, da sie „ebenso selbstlos wie mutig ihre ganze schriftstellerische Kraft dazu verwandt, diejenigen lebendig und hörbar werden zu lassen, deren Stimmen stumm blieben, deren Hoffnungen keine Chance der Erfüllung fanden und die ihre Existenz als Verfügungsmasse der Mächtigen zu fristen hatten“ Weiterlesen