Auszeichnung für Brückengrün

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(c) Christoph Boekheler, Frankfurt am Main

Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Deshalb setzt man gerne eine fachkundige Jury zusammen, die darüber entscheidet, was aktuell als schön empfunden werden sollte. Nun hat die Stiftung Buchkunst den Architekturführer Köln als das schönste deutsche Buch des Jahres mit dem Preis der Stiftung Buchkunst prämiert. Wer zunächst das äußere des Buches betrachtet, wird wohl kaum auf die Idee kommen, dieses für die Schlichtheit, die es darstellt, auszuzeichnen. Doch selbst die äußere Gestaltung, vielmehr die Farbgebung, wurde ausdrücklich lobend erwähnt: Das Brückengrün erinnere an die Farbe der Kölner Brücken – darauf muss man auch erst einmal kommen. Inhaltlich handelt der Band – wie der Name schon verrät – von 103 architektonischen Projekten seit 1932. „So ist das ganze Buch ein dialektisches Spiel zwischen Schein und Sein, klein und groß, karg und reich“, begründet die Jury ihre Entscheidung (Der Preis der Stiftung Buchkunst steht fest!).

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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Rückblende

Swetlana Alexijewitsch (c) Elke Wetzig [CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons]

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Swetlana Alexijewitsch „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“ (Nobel Prize). Die Weißrussin galt bereits im Vorfeld als Mitfavoritin, arbeitet sie doch seit Jahrzehnten die Sowjetzeit auf. Bereits vor zwei Jahren erhielt Alexijewitsch hierfür den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, da sie „ebenso selbstlos wie mutig ihre ganze schriftstellerische Kraft dazu verwandt, diejenigen lebendig und hörbar werden zu lassen, deren Stimmen stumm blieben, deren Hoffnungen keine Chance der Erfüllung fanden und die ihre Existenz als Verfügungsmasse der Mächtigen zu fristen hatten“ Weiterlesen

Rückblende

Presseschau: Ein kurzer Abriss der letzten Tage.

(c) ZDF / Jule Roehr

(c) ZDF / Jule Roehr

Beherrschendes Thema der vergangenen Woche war nicht ganz überraschend das neue Literarische Quartett im ZDF. Doch die Kritiker der Kritiker konnte die erste Folge nur bedingt überzeugen: Wolfgang Tischer moniert auf Literaturcafé.de, dass die Sendung „dominiert [war] vom gehetzten Zank der Protagonisten – und einer unglaublich schnellen Schnittfolge. […] Zack, zack, zack, zack! schien das Motto der Sendung zu sein.“ Die NZZ konstatiert gar, „die Auftaktsendung ist so langweilig wie die besprochenen Bücher.“ Weiterlesen