Das ist Die Erfindung: selbst beschenkt

Nachdem Frank Witzels mit dem Buchpreis ausgezeichneter Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 zum Zeitpunkt der Preisverleihung beziehungsweise der sich anschließenden Buchmesse bereits ausverkauft war, hat der Verlag nun nachgelegt und in dritter Auflage weitere 20.000 Stück drucken lassen. Hiervon hatte auch ich mir ein Exemplar vorbestellt, was zweierlei Gründe hat: Zum einen gehört meiner Meinung nach ein Buchpreis-Gewinner in eine gut sortierte private Bibliothek, zum anderen habe ich Witzel auf der Frankfurter Buchmesse im Gespräch beim Börsenverein erlebt, im Zuge dessen er kurze Passagen aus seinem Roman vorlas.

Buchpreis-Gewinner Frank Witzel beim Börsenverein im Gespräch über "Die Erfindung".

Buchpreis-Gewinner Frank Witzel beim Börsenverein im Gespräch über „Die Erfindung“.

Die textliche Vielseitigkeit im Zusammenspiel mit dem Wechsel aus Ernsthaftigkeit und Humor hatte mich auf Anhieb gepackt, zudem war mir die Rezension beim Deutschlandfunk noch präsent: „Dieser Roman ist eine Zumutung. Ein Ungetüm. Ein Abenteuer. Eine Frechheit. Eine Verwirrung. Vor allem aber ein fulminantes Stück Literatur, das aus einem engen Wirklichkeitsausschnitt eine Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik herauspräpariert.“ („Fulminantes Stück Literatur“)

Da ich nach der Abholung meiner Bestellung in der Buchhandlung noch ein wenig Zeit zur Verfügung hatte, erinnerte ich mich an den diese Woche gestarteten Medienflohmarkt in der Stadtbibliothek, die nicht weit entfernt war. Meine Erwartungen waren eigentlich eher gering, immerhin sollten lediglich Bücher zum Verkauf angeboten werden, die zuvor gespendet wurden. Doch ich wurde positiv überrascht: Lenz Rushdie SchmidtEs fanden sich eine Vielzahl an Büchern, die ich mir nur zu gerne in mein Bücherregal gestellt hätte – somit musste ich mich kurzerhand selbst beschenken und verstaute fünf weitere Bücher in meinem Beutel: Siegfried Lenz – Heimatmuseum (Hoffmann und Campe, 1978), Helmut Schmidt – Die Deutschen und ihre Nachbarn (Siedler Verlag, 1990), Salman Rushdie – Des Mauren letzter Seufzer (Kindler Verlag, 1996), Volker Michels – Hermann Hesse: Farbe ist Leben. Eine Auswahl seiner schönsten Aquarelle (Insel Verlag, 1997) und Inge Jens (Hrsg.) – Hans Scholl, Sophie Scholl. Briefe und Aufzeichnungen (S. Fischer Verlag, 1984).

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