Buchpreise im Vergleich

In den vergangenen Tagen wurden die Shortlists für zwei bedeutende Buchpreise bekannt gegeben: den Deutschen BuchpreisLogo Deutscher Buchpreis 2017 Buecherherbst Buecherblog (Shortlist #dbp17: Die Kieferninseln, Romeo oder Julia, Außer sich, Die Hauptstadt, Das Floß der Medusa, Schlafende Sonne) sowie den Man Booker Prize (Shortlist #mbp17: Exit West, Autumn, History of Wolves, Elmet, Lincoln in the Bardo, 4 3 2 1). In ungefähr einem Monat stehen dann die Gewinner fest. Bis dahin darf diskutiert werden, wer zurecht auf der Shortlist gelandet ist und wer nicht, aber auch, wer am Ende das Rennen machen wird. Da es mir unmöglich ist, alle Bücher selbst zu lesen, verzichte ich, in der Diskussion mitzuspielen.Man Booker Prize Buecherherbst Buecherblog

Stattdessen möchte ich – wie bereits bei der Bekanntgabe der Longlist zum Deutschen Buchpreis – einen kurzen Blick auf die Statistiken werfen: Wie viele Seiten haben die Bücher jeweils? Wie alt sind die Autoren? Wie ist das Verhältnis der Geschlechter? Interessant finde ich dabei den Vergleich zwischen den Buchpreisen. Hotlist unabhängige Verlage Buecherherbst buecherblogUm einige weitere Daten einfließen zu lassen, habe ich noch den ZDF-„aspekte“-Literaturpreis 2017 (Shortlist: Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens, Niemand ist bei den Kälbern, Der Club, Blaupause, Ein fauler Gott, Außer sich) sowie die Hotlist (Hotlist 2017: Notre-Dame-de-la-Merci, Halb Taube halb Pfau, Schwimmerbecken, Strategien der Wirtsfindung, Als ob sie träumend gingen, Das einsame Begräbnis, Über Grenzen, Goldgefasste Finsternis, Geisel, Die Fahnen) mit aufgenommen.

Für Leser ist die Anzahl an Seiten durchaus ein relevanter Faktor, ob ein Buch gekauft und gelesen wird, oder nicht. Deshalb soll zunächst ein Vergleich der Seiten je nominiertem Buch gezogen werden.

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Barack Obama: „Als Kind liebte ich es, zu lesen“

president barack obama Interview Süddeutsche SZ Buecherherbst Buecherblog Presseschau

Barack Hussein Obama (c) Official White House Photo by Pete Souza (P120612PS-0463 (direct link)) [Public domain], via Wikimedia Commons

In der vergangenen Woche endete die Amtszeit von Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten. Man kann womöglich unterschiedlicher Meinung über sein politisches Erbe sein, doch mit der Amtsübernahme durch Donald Trump wird überdeutlich, welch außergewöhnliche Persönlichkeit Obama war – und welch gebildeter Mensch (insbesondere im Vergleich zu Dumpfpopulist Trump). Der Literaturkritikerin Michiko Kakutani von der New York Times gab der scheidende US-Präsident ein letztes Interview (President Obama on What Books Mean to Him), über sein Amt und über Literatur, und wie er oft haderte und dass „ihm die Literatur dann aus seinen Zweifeln heraushalf“ (Süddeutsche Zeitung). Außerdem erzählt er bewegend von seiner Kindheit: „Als Kind liebte ich es, zu lesen. Zum Teil, weil ich so viel unterwegs war. Es gab Zeiten, da war ich ein Außenseiter. Als ich nach Indonesien kam, war ich dieses große, dunkelhäutige Kind, das irgendwie auffiel. Als ich dann von Indonesien zurück nach Hawaii zog, hatte ich wahrscheinlich die Umgangsformen und Gewohnheiten eines indonesischen Kindes. Die Vorstellung also, dass es Welten gibt, die man mitnehmen kann, die einem selbst gehören, in die man einsteigen kann, fand ich aufregend.“ (Das vollständige Interview gibt es bei SZ Plus: Was lesen Sie, Mr. President?)

Weitere Themen der vergangenen Tage in der Rückblende:

Literarisches Quartett ZDF Biller Westermann Weidermann Buecherherbst Buecherblog Presseschau

(c) ZDF / Jule Roehr

„Was bleibt vom Literarischen Quartett? Maxim Biller steigt aus dem Literarischen Quartett aus, dieser vor knapp anderthalb Jahren begonnenen Wiederbelebung der unter Marcel Reich-Ranicki legendär gewordenen Kritikerrunde im ZDF.“ (NDR)

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Neuauflage

Das neue Literarische Quartett

Maxim Biller, Christine Westermann und Volker Weidermann (v.l.). (c) ZDF / Jule Roehr

Vorhang auf für eine neue Literaturkritikerrunde: Heute Abend (23 Uhr) startet im ZDF die Neuauflage des Literarischen Quartetts, früher geprägt durch den kürzlich verstorbenen Hellmuth Karasek sowie sein Pendant Marcel Reich-Ranicki. Geleitet wird das Format von Spiegel-Kulturressortchef Volker Weidermann, ihm zur Seite sitzen Journalistin Christine Westermann und Schriftsteller Maxim Biller sowie in jeder Sendung ein prominenter Gast, heute Publizistin und Schriftstellerin Juli Zeh. Weiterlesen