Ideenloser Weltverbesserer

44226415zDie Probleme, die in Deutschland zu einer sozialen Schieflage geführt haben, sind vielschichtig. Soziale Ungleichheit grenzt Menschen systematisch aus. Umhin gibt es viele Menschen, die mit ihren Ideen dagegen ankämpfen, um die Ungerechtigkeit ein Stück weit zu verringern oder zumindest das Leid der Benachteiligten zu lindern. In seinem bei Books on Demand erschienenen Buch Nichtstun heißt, es tut sich nichts beschäftigt sich David Gutensohn mit jenen Menschen, die versuchen, anderen das Leben lebenswerter zu machen und begibt sich auf eine „Exkursion zu den politischen Baustellen unseres Landes“, wie er es in seiner Einleitung beschreibt.

Der Autor setzt sich ein hehres Ziel: Er möchte aufzeigen, welche Veränderungen und „Ideen für ein besseres Morgen“ vonnöten wären, damit die „Kluft zwischen Arm und Reich“ sich nicht weiter vergrößert, schließlich attestiert er der „gesellschaftlichen Linken“ – eine genaue Definition, welcher Personenkreis oder welche institutionellen Zusammenschlüsse unter diesem weiten Begriff subsumiert werden, wird nicht gegeben -, sie bräuchte „neuen Mut zur Veränderung“. Durch den Klappentext sowie die Einleitung wird eine enorme Erwartungshaltung geweckt. Bereits an dieser Stelle kann verraten werden: Über ein politisches Einführungsseminar minderer Qualität kommt das Buch leider nie hinaus. Weiterlesen

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