Gefangen in der Hoffnungslosigkeit

Tom Cooper - Das zerstörte Leben des Wes Trench (Rezension)Katrina. Ein Name, der für eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA steht. Der Hurrikan, der im August 2005 im Südosten des Landes wütete, richtete in mehreren Bundesstaaten Schäden in Milliardenhöhe an. Fast 2.000 Menschen kamen ums Leben. Vor allem Louisiana, und hier der Großraum um New Orleans, wurde besonders heftig getroffen. Doch kaum hatten sich die Einwohner leicht berappelt, erlitten sie das nächste, dieses Mal menschengemachte Desaster: Im April 2010 explodierte die Ölbohrplattform Deepwater Horizon des britischen Konzerns BP im Golf von Mexiko und löste eine verheerende Ölpest mit einem fast 10.000 Quadratkilometer großen Ölteppich aus. Gerade den Einwohnern an der Küste, die hauptsächlich vom Shrimpsfang leben, zog dies wiederholt die Erwerbs- und Lebensgrundlage unter den Füßen weg. In diesem kaum vorstellbaren Horrorszenario spielt Das zerstörte Leben des Wes Trench.

Autor Tom Cooper spinnt ein Netz aus parallelen Geschichten, deren kollektives Schicksal der Verlust ist. Was ihnen bleibt, ist die Erinnerung an die guten Zeiten. Und die Ausflucht in Alkohol und Drogen. In kurzen Episoden zeichnet er den Alltag der dort beheimateten Protagonisten nach, die versuchen, ihr Leben aus dem Hurrikan-Ölpest-Schlamm zu ziehen.

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Anspruchsvoll [Update II: Wunschliste]

OLYMPUS DIGITAL CAMERABereits beim Erstellen meiner Wunschliste wurde mir bewusst, dass die Realisierung, alle Bücher bis Ende April auch gelesen und rezensiert zu haben, aus zeitlicher Sicht durchaus anspruchsvoll wird. Von den bisher drei erschienenen Büchern habe ich eins gelesen (Michael Köhlmeiers Das Mädchen mit dem Fingerhut), hier steht lediglich noch die Rezension aus, Ryan Gattis‘ In den Straßen die Wut hatte ich ohnehin auf den SuB gelegt, und bei Navid Kermanis Einbruch der Wirklichkeit bin ich im Grunde durch, auch hier werde ich mich in den kommenden Tagen der Rezension widmen.

Nun sind zwei weitere Bücher erschienen, die aufgrund ihres Umfangs das Unterfangen nicht leichter machen: Der Kopf von Ernst Augustin sowie Das zerstörte Leben des Wes Trench von Tom Cooper. Da es sich bei Augustins Buch um ein Werk von 1962 handelt, werde ich dieses auch erst einmal hinten anstellen.

Außerdem hatte ich mal wieder Losglück und bei vorablesen.de Benedict Wells‘ Vom Ende der Einsamkeit (Erscheinungsdatum: 24. Februar) gewonnen, so dass dieses von meiner Liste der Vorbestellungen gestrichen werden kann.

Hier ist mein Update zu meiner Wunschliste:
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