Spannendes Programm bei „Leipzig liest“ @lbm17

Leipziger Buchmesse lbm17 Leipzig liest Buecherherbst Buecherblog Programm UeberblickBald dreht sich in Leipzig wieder alles um Bücher und ums Lesen: Am 23. März eröffnet die Leipziger Buchmesse 2017 samt Lesefest Leipzig liest ihre Pforten. Dabei gibt es ein vielfältiges Programm und interessante Leseorte zu entdecken. Einen Überblick über das vollständige Programm findet man im Downloadbereich der Messe. Online bietet sich zudem die Möglichkeit, das Programm mit fast 3.500 Veranstaltungen nach Datum, Genre oder Veranstaltungsart zu durchsuchen. Darüber hinaus findet sich ein Les-O-Mat, mit dessen Hilfe man nach dem Zufallsprinzip Empfehlungen erhält.

Ich werde erstmalig während aller #lbm17-Tage vor Ort sein. Hierfür habe ich mir wieder einen (umfangreichen) Veranstaltungsplan „erarbeitet“, um nichts zu verpassen – angesichts der Vielzahl an Veranstaltungen natürlich ein kaum mögliches Unterfangen. Wer ein paar Inspirationen braucht oder keine Lust hat, sich einen eigenen ausführlichen Zeitplan zusammenzubasteln, hier meine vorläufige Planung für Leipzig liest auf dem Messegelände (am Textende auch als Pdf):

täglich (23. bis 26. März):
10:00 – 17:00 Uhr: BeeinDRUCKend! Johannes Gutenberg erklärt seine Erfindungen, Druckvorführung, Gutenberg-Museum Mainz Halle 3, Stand H500

10:00 – 17:00 Uhr: Sachenmacher Mitmach-Workshop „Lesezeichen“, Wehrfritz GmbH Halle 2, Stand B300

10:00 – 18:00 Uhr: Drei Steine, Ausstellung (Nils Oskamp erzählt in seiner autobiografischen Graphic Novel „Drei Steine“ die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er Opfer rechter Gewalt wurde), Forum Sachbuch Halle 5 Halle 5, Stand C200

10:00 – 18:00 Uhr: Alma M. Karlin – Die Weltreisende aus der Provinz, Ausstellung (ein aktuelles biographisches Graphic Novel zu der slowenisch-deutschen Autorin Alma Karlin), Ausstellung Slowenien Halle 4, Stand D504

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Phantastische Popliteratur aus’m Pott

Rezension Buecherherbst Goosen FoersterWer Frank Goosen einmal bei einer Lesung live erlebt hat, hat beim Lesen seiner Bücher noch mehr Spaß, als womöglich ohnehin schon. Es ist seine sonore, angenehm tiefe Stimme, die beim Zuhören ein wohliges Gefühl auslöst. Man fühlt Geborgenheit und Heimat. Und das passt, immerhin ist Goosen als gebürtiger Bochumer ein Kind des Ruhrpotts und baut viele seiner Geschichten auf den manchmal durchaus klischeehaften Verhältnissen seiner Heimat, dieses auf unerklärliche Weise innig geliebten Stückchens Deutschland, und seinen Bewohnern auf. Wie hat ein weiterer, mit Bochum eng verwurzelter Musiker schon vor Jahren in seiner Hymne an die Stadt gesungen: „Du liebst dich ohne Schminke; bist ne ehrliche Haut // Hier wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld!“ Goosen ist das personifizierte Bochum.

Seine Bücher sind vielleicht nicht die literarischen Würfe erster Klasse, die in den Feuilletons abgefeiert werden und in den Bestsellerlisten sofort an die Spitze stürmen. Aber sie sind ein Zeugnis phantastischer Pott- und Popliteratur. Das beweist er auch mit seinem neuesten Roman: Förster, mein Förster. Weiterlesen