Nachhaltigkeit im Buchhandel

Ende Plastiktüten EU EP

Schluss mit gratis! Was sich zunächst wie eine verbraucherunfreundliche Einschränkung anhört, verfolgt ein sinnvolles Ziel: Plastiktüten tragen immens zur Umweltverschmutzung bei, da sie sich kaum zersetzen und ihre Überreste von Tieren gefressen werden – mit zumeist tödlichen Folgen. Deshalb sollen Plastiktüten zukünftig aus dem Buchhandel verschwinden beziehungsweise nicht mehr kostenfrei abgegeben werden. Hiermit wird die Aktion zur freiwilligen Selbstverpflichtung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unterstützt. „Der Börsenverein begrüßt die Initiative des HDE, denn eine Selbstverpflichtung lässt den einzelnen Händlern ausreichend Spielraum, sich in dieser Frage verantwortungsbewusst zu positionieren. Schon heute handelt der stationäre Buchhandel dabei vielerorts vorbildhaft“, berichtet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Ausgangspunkt ist ein Gesetz des Europäischen Parlaments, das dem „verschwenderischen Verbrauch von Kunststofftüten“ [EP] entgegen wirken soll. Eine Praxisuntersuchung für das Jahr 2010 habe gezeigt, dass jeder EU-Bürger 198 Plastiktüten genutzt hat – ein beachtlicher Wert. Kritisch sieht der Börsenverein allerdings die etwas einseitige Betrachtung des Problems: „Der Versand- und Online-Handel bringt große Massen Verpackungsmüll aus Kunststoff in Umlauf. Will man Plastikmüll reduzieren, sollte auch das zum Thema werden“, erläutert Kyra Dreher, Geschäftsführerin des Sortimenter-Ausschusses in der Mitteilung des Börsenvereins.

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