Neues Jahr, neue Wunschliste [Frühjahr 2018]

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(c) Lupo/pixelio.de

Nach dem Luther-Jahr folgt das Marx-Jahr: Insbesondere die sachbuchorientierten Verlage veröffentlichen zu Jahresbeginn 2018 zahlreiche neue Bücher anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx am 5. Mai. Aber nicht weniger (bedeutende) Werke erscheinen anlässlich des 100. Geburtstages (18. Juli) von „Afrikas Lichtgestalt“, Nelson Mandela. Darüber hinaus gibt es Neuerscheinungen von Haruki Murakami, T.C. Boyle, Laksmi Pamuntjak; Thea Dorn wird politisch, Martin Walser schreibt weiter, Gregor Gysi bringt Marx mit in die heutige Zeit, Jutta Ditfurth warnt vor dem Faschismus und Peer Steinbrück belehrt die Sozialdemokratie.

Eine Linkliste zu den Verlagsvorschauen findet ihr hier:
Verlagsvorschauen im Überblick
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Es gab durchaus schon interessantere Verlagsvorschauen, als diese für das Frühjahr 2018. Nichtsdestotrotz findet man beim genauen Hinschauen zahlreiche spannende Neuerscheinungen. Gerade im Januar stehen einige Kracher an: Los geht es mit Arno Geigers Unter der Drachenwand. Es folgen Bernhard Schlink, Haruki Murakami und Navid Kermani.

Ich habe mich durch die Vorschauen gewühlt und eine neue Wunschliste für die kommenden Monate zusammengetragen. Dabei liegt der Schwerpunkt insbesondere auf den Themenfeldern Politik / Flucht / Europa, so dass auch das eine oder andere Sachbuch seinen Weg in die Wunschliste gefunden hat. Bei manchen Verlagen reicht die Vorschau gar bis in den Sommer hinein, so dass ich bereits längerfristig plane, jedoch im Laufe des Jahres sicherlich noch Ergänzungen hinzufügen werde.

Damit ich nicht zu viele Bücher kaufe, die am Ende auf dem SuB versauern, habe ich – mit einigen namhaften Ausnahmen – lediglich Bücher gewählt, die maximal 350/400 Seiten haben. Jetzt möchte ich euch zunächst einen Überblick über die Bücher auf meiner Wunschliste geben, folgend stelle ich dann die Bücher nochmals einzeln vor:

10. Januar: Arno Geiger – Unter der Drachenwand, 480 Seiten, Hanser
12. Januar: Bernhard Schlink – Olga, 320, Diogenes
22. Januar: Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore I, 480, DuMont
26. Januar: Navid Kermani – Entlang den Gräben, 445, C.H. Beck
29. Januar: Leander Steinkopf – Stadt der Feen und Wünsche, 112, Hanser Berlin
29. Januar: T.C. Boyle – Good Home, 432, Hanser

20. Februar: André Kubiczek – Komm in den totgesagten Park und schau, 320, Rowohlt Berlin

1. März: Andrej Nikolaidis – Der ungarische Satz, 150, Voland & Quist
5. März: Vincent F. Hendricks, Mads Vestergaard – Postfaktisch. Die neue Wirklichkeit in Zeiten von Bullshit, Fake News und Verschwörungstheorien, 180, Blessing Verlag
8. März: Joschka Fischer – Der Abstieg des Westens, 176, Kiwi
9. März: Matthew Desmond – Zwangsgeräumt. Armut und Profit in der Stadt, 528, Ullstein
12. März: David Grossmann – Eine Taube erschießen, 128, Hanser
12. März: Imaani Brown – Hallo Deutschland, 256, Heyne
15. März: Matthias Göritz – Parker, 352, C.H. Beck
22. März: Slavoj Zizek – Das Kommunistische Manifest. Die verspätete Aktualität des Kommunistischen Manifests, 160, Fischer
27. März: Toni Morrison – Die Herkunft der Anderen, 112, Piper

10. April: Thea Dorn – Deutsch, nicht dumpf, 160, Knaus
11. April: Hermann Hesse – „In den Niederungen des Aktuellen“ (Briefe, 1933-1939), 750, Suhrkamp
13. April: Gregor Gysi – Marx & wir. Warum wir eine neue Gesellschaftsidee brauchen, 144, Aufbau Verlag
16. April: Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore II, 500, DuMont
26. April: Roberto Bolaño – Der Geist der Science-Fiction, 224, S. Fischer
26. April: Rüdiger Barth / Hauke Friederichs – Die Totengräber. Der letzte Winter der Weimarer Demokratie, 320, S. Fischer

2. Mai: Ralf Rothmann – Der Gott jenes Sommers, 260, Suhrkamp
11. Mai: Ingo Zamperoni – Anderland. Die USA unter Trump – ein Schadensbericht, 160, Ullstein
14. Mai: Ta-Nehisi Coates – We were eight Years in Power – Eine amerikanische Tragödie, 336, Hanser Berlin
17. Mai: Nelson Mandela – Briefe aus dem Gefängnis, 600, C.H. Beck
23. Mai: Jutta Ditfurth – Haltung + Widerstand, 144, Hoffmann & Campe

1. Juni: Alice Zeniter – Die Kunst zu verlieren, 560, Berlin Verlag
6. Juni: Stephen Parker – Bertolt Brecht, 1.000, Suhrkamp
24. Juli: Max Annas – Finsterwalde, 352, Rowohlt Hundert Augen Weiterlesen

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Verlagsvorschauen im Überblick

pixabay Buecherwelt vorschau verlage buecherherbst buecherblog linklisteInzwischen haben zahlreiche Verlage in den letzten Tagen und Wochen ihre Vorschauen für das Frühjahr (und darüber hinaus) veröffentlicht – es ist immer wieder eine Freude, darin zu stöbern, wie eine Jagd nach seltenen Perlen. Und in den kommenden Monaten kommt ganz schön was auf alle Bücherfreunde zu, es sind einige illustre Autorennamen dabei… Wer ebenfalls einen Blick hineinwerfen möchte, gebe ich eine kleine Suchhilfe: Folgend finden sich die Links zu den Verlagsvorschauen (alphabetisch sortiert).

Allegria

Ariston

Arkana

Atlantik Verlag

Aufbau Verlag

Bassermann

Berlin Verlag

Blanvalet

Blanvalet Paperback

Blessing Verlag

btb

C. Bertelsmann | C. Bertelsmann (Winter 17/18)

C.H. Beck

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„Schicksalhafte Verstrickungen“ | Rezensionen im Feuilleton

neapel kueste rezension ferrante boyle buecherherbst buecherblog presseschau

Die neapolitanische Küste von Sorrent. (c) joakant/pixelio.de

In der vergangenen Woche sind mit T.C. Boyles Die Terranauten sowie Elena Ferrantes Die Geschichte eines neuen Namens gleich zwei Spitzentitel bereits früh im Jahr erschienen. Gerade Boyle hat in Deutschland eine riesige Fangemeinde, die das neue Buch bereits groß und breit abfeiert. In den Rezensionen des Feuilletons wird das Werk hingegen gemischt bewertet. So moniert die Frankfurter Rundschau, dass es erst spät rund geht, „zuvor windet sich das Geschehen erwartbar und zuweilen langwierig durch die Simulation einer zweiten Erde“ (Schwanger unter Glas). Viel Kritik übt Der Tagesspiegel an den Charakteren: „Boyles Figuren bleiben eindimensional, bekommen kaum Tiefe oder machen eine nachvollziehbare psychologische Entwicklung durch“ (Geht viel rein, kommt nichts raus); und sieht darin einen „langatmig-verschwatzten Roman“. Wesentlich positiver bewertet der NDR Die Terranauten: „Eine schillernde bitter-komische Komödie. Ein typischer T.C. Boyle“ (Öko-Experiment mit unerwarteten Komplikationen), wobei insbesondere der zweite Satz als großes Kompliment zu werten ist.

Den zweiten von vier Teilen ihrer Neapolitanischen Saga hat Elena Ferrante mit Die Geschichte eines neuen Namens nun in Deutschland vorgelegt. Die Deutsche Welle sieht darin einen „Bildungsroman, der von den Schwierigkeiten des sozialen Aufstiegs genauso erzählt wie von den weiblichen Lebensbedingungen im Italien des 20. Jahrhunderts“ (Elena Ferrantes sehnsüchtig erwarteter Fortsetzungsroman ist da). Und auch die Stuttgarter Zeitung jubelt über ein „vielschichtiges, raffiniert gebautes Werk, das in feinen Details und Nebenhandlungen der vordergründigen Erzählung ein getreues Bild der italienischen Zeit- und Sozialgeschichte spiegelt“ (Gespenster der Vergangenheit). Die Frankfurter Rundschau schließt sich der Jubelarie an: Es liege ein „mit überraschenden Wendungen und schicksalhaften Verstrickungen gesättigten Plot“ vor, über „Liebe, Lügen, Leidenschaften“ (Trivial ist hier rein gar nichts).

Hier noch eine Auswahl an weiteren Rezensionen der vergangenen Tage:

Elbphilharmonie Bürgeroper Hermann Rauhe Rezension Presseschau Buecherherbst Buecherblog„Am 11. Januar [wurde] sie eröffnet, die Hamburger Elbphilharmonie. Mit ihr, so schrieb der Hamburger Senat, sollen nicht nur neue musikalische Maßstäbe gesetzt werden. Die Elbphilharmonie baue auch auf eine lange Musiktradition und eine vielfältige Musikszene in Hamburg auf. Wie groß diese Tradition ist, das kann man in Hermann Rauhes wunderbarem Werk Die Musikstadt Hamburg und ihr neues Wahrzeichen nachlesen – unser NDR Buch des Monats.“ (NDR)

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Meine Wunschliste zum Jahresbeginn

Neuerscheinungen Büchervorschau Verlagsvorschau Buecherherbst BuecherblogNeues Jahr, neue Wünsche: Nachdem ich ausführlich die Verlagsvorschauen der kommenden Monate nach interessanten Neuerscheinungen durchstöbert hatte (Mehr Übersicht bei den Vorschauen), habe ich nun meine neue Bücher-Wunschliste zusammengestellt. Dabei startet das Jahr bereits mit einigen Krachern: Im Januar werden neue Bücher von Martin Walser, T.C. Boyle, Barack Obama sowie Umberto Eco veröffentlicht. Diese Größen der Literatur möchte ich natürlich nicht verpassen, genauso wenig wie die Bücher von beispielsweise Roberto Bolano, Marcel Beyer oder Haruki Murakami, die allesamt noch bis Mitte April erscheinen.

Flüchtlingsliteratur Buechervorschau Neuerscheinungen Buecherherbst Buecherblog refugeeswelcome

(c) IESM / pixelio.de

Doch darüber hinaus freue ich mich auch ganz besonders auf spannende, teils vielleicht vollkommen unbekannte Autoren, die neue Perspektiven eröffnen und in unbekannte Welten entführen. Hierbei habe ich mich entschieden, hauptsächlich ein Thema besonders in den Fokus zu nehmen: „Flüchtlingsliteratur“, also Literatur über Flucht, Einwanderung, über die neue Heimat oder das Fremdsein in dem Land, in dem man lebt und aufgewachsen ist. Einen elementaren Beitrag hierzu haben im vergangenen Jahr bereits Navid Kermani (Einbruch der Wirklichkeit) sowie Michael Köhlmeier (Das Mädchen mit dem Fingerhut) geleistet. Diese beiden Bücher haben mich dermaßen beeindruckt, dass ich in diesem Jahr hieran anschließen und mich zumindest literarisch ein wenig mehr in die Welt der Menschen, die sich auf der Flucht oder auf der Suche nach Heimat befinden, hineinversetzen möchte.

Da es abseits dieses umfassenden, (stets) aktuellen Themenkomplexes auch noch viele weitere Neuerscheinungen zum Jahresbeginn gibt, habe ich meine Wunschliste dahingehend erweitert, dass ich weitere lesenswerte Bücher aufgenommen habe (grün markiert), diese aber nur dann erwerbe, falls sich die zeitliche Gelegenheit ergibt. [Anm. d. V.: Oder vielleicht kaufe ich sie auf jeden Fall und lasse lediglich offen, wann ich sie lese…] Damit ich nicht zu viele Bücher kaufe, die am Ende auf dem SuB versauern, habe ich – mit einer großen (T.C. Boyle) und einer kleineren (Imbolo Mbue) Ausnahme – lediglich Bücher gewählt, die maximal 400 Seiten haben.

Jetzt möchte ich euch zunächst einen Überblick über die Bücher auf meiner Wunschliste (bis Mitte April) geben, die ich auf jeden Fall erwerben werde, folgend stelle ich dann die Bücher nochmals einzeln vor [Die vollständige Wunschliste habe ich euch hier als Dokument zusammengestellt: Bücher-Wunschliste Januar bis April]:

5. Januar: Martin Walser – Statt etwas oder Der letzte Rank (Rowohlt, 176 Seiten)
9. Januar: T.C. Boyle – Die Terranauten (Hanser, 608)
10. Januar: Barack Obama – »Worte müssen etwas bedeuten« (Suhrkamp, 200)
30. Januar: Fatma Aydemir – Ellbogen (Hanser, 272)
30. Januar: Umberto Eco – Pape Satan (Hanser, 208)
16. Februar: Imbolo Mbue – Das geträumte Land (KiWi Verlag, 420)
16. Februar: Tijan Sila – Tierchen unlimited (KiWi Verlag, 222)
24. Februar: Atiq Rahimi – Heimatballade (Ullstein, 200)
13. März: Roberto Bolano – Die romantischen Hunde (Hanser, 208)
16. März: Clemens Meyer – Die stillen Trabanten (S. Fischer, 288)
20. März: Andree Hesse – Der Diversant (Berlin Verlag, 240)
23. März: Emmanuelle Pirotte – Heute leben wir (S. Fischer, 288)
24. März: Heinz Strunk – Jürgen (HundertAugen, 220)
3. April: Emma-Jane Kirby – Der Optiker von Lampedusa (Berlin Verlag, 144)
5. April: Marcel Beyer – Das blindgeweinte Jahrhundert (Suhrkamp, 200)
5. April: Pietro Bartolo/Lidia Tilotta – An das Leid gewöhnt man sich nie (Suhrkamp, 180)
13. April: Haruki Murakami / Kat Menschik – Birthday Girl (DuMont, 80)

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Mehr Übersicht bei den Vorschauen

Leipziger Buchmesse lbm16 Lesen statt putzenKleckerweise sind in den letzten Tagen und Wochen die Verlagsvorschauen für das Frühjahr (und darüber hinaus) erschienen – es ist immer wieder eine Freude, eine Jagd nach seltenen Perlen. Und in den kommenden Monaten kommt ganz schön was auf alle Bücherfreunde zu, es sind einige illustre Namen dabei: Roberto Bolaño, Karl Ove Knausgård, Agatha Christie, John Grisham, Michael Köhlmeier, Nicholas Sparks, F. Scott Fitzgerald oder Umberto Eco.

Ich habe also meine Linkliste nochmals aktualisiert, und zugleich gemerkt, dass eine sinnvolle Übersicht der für mich interessanten Neuerscheinungen dringend vonnöten ist. Zumeist hatte ich mir bislang lediglich Autor, Titel und Erscheinungsdatum händisch aufgeschrieben. Damit sollte jetzt Schluss sein, deshalb habe ich mir einfach alle Bücher herausgeschrieben, mit Angabe von Verlag, Seitenzahl und Erscheinungsdatum (sortiert nach Erscheinungsdatum; ist nur der Monat angegeben, habe ich den 1. des Monats gewählt). Dies ermöglicht zugleich, bei weiteren neu hinzukommenden Verlagsvorschauen die Liste der Neuerscheinungen ohne viel Aufwand zu ergänzen. Vielleicht spare ich der einen oder anderen Person ja die Sucherei in den Vorschauen, deshalb möchte ich euch meine Liste natürlich nicht vorenthalten:
Neuerscheinungen Winter / Frühjahr 2016/17.

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„Nullkomfort und skurrile Begegnungen“

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(c) Dorothea Jacob/pixelio.de

Neue Woche, neue Bücher. Auf der Suche nach lesenswerten Neuerscheinungen habe ich wieder einmal die Rezensionen der vergangenen Tage durchblättert – meine Wunschliste wird einfach nicht kürzer. Falls ihr auch auf der Suche nach neuem Lesestoff seid, hier eine Auswahl an Rezensionen der vergangenen Tage:

„Jeder Mensch ist in einen Weltbürgerkrieg verwickelt. In seinem Buch Stasis geht der Philosoph Giorgio Agamben auf die Ursprünge von Bürgerkriegen ein – zurück bis in die Antike.“ (Deutschlandradio Kultur)

Rezensionen Buecherherbst Buecherblog Wigald Boning Pixelio

Wigald Boning (c) Helen Krüger (Own work) [CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons]

„Mehr als ein halbes Jahr, von August bis März, hat der bekannte TV-Entertainer Wigald Boning draußen im Zelt an allen möglichen Orten und Un-Orten übernachtet. Er hat sich dem Wetter, Nullkomfort und skurrilen Begegnungen ausgesetzt. Seine Abenteuer beschreibt er in dem Buch Im Zelt. Von einem, der auszog, um draußen zu schlafen“ (NDR)

„Hier ist theoretischer Jargon Programm: Judith Butler zerbricht sich den Kopf über öffentliche Versammlungen und entdeckt eine Verkörpertheit des Volkes. Gibt es irgendjemanden, der das versteht?“ (Frankfurter Allgemeine) Weiterlesen

Rezensionen im Feuilleton

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Jede Woche erscheinen zahlreiche neue Bücher. Sie alle zu kaufen, geschweige denn zu lesen, ist (eigentlich) unmöglich. Deshalb suche ich mir stets die für mein Leseinteresse spannendsten Neuerscheinungen aus den Vorschauen heraus und packe sie auf meine Wunschliste. Um einen groben Überblick und auch andere Einschätzungen zu erhalten, lese ich mir immer einige Rezensionen durch. Falls ihr auch auf der Suche nach neuem Lesestoff seid, hier eine
Auswahl an Rezensionen der vergangenen Tage:

Geister Nathan Hill Rezension Buecherherbst Buecherblog Piper

(c) Piper

„Gespenstisch nah an Amerikas Wirklichkeit: Geister von Nathan Hill, aus dem Englischen von Katrin Behringer und Werner Löcher-Lawrence“ (NDR)

„Von Leben, Tod und Fusselrollern: Don DeLillo wird am Sonntag 80 Jahre alt. Und ist noch immer auf der Höhe der Zeit, wie sein neuer Roman Null K eindrucksvoll zeigt.“ (Frankfurter Rundschau)

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Die Vorschauen durchstöbern

Bücherstapel Bücherherbst Vorschau 2016

(c) Lupo/pixelio.de

In der herbstlichen Zeit, wenn es früh dunkel oder den Tag über gar nicht erst hell wird, macht es besonders viel Spaß, in den Verlagsvorschauen nach Neuerscheinungen zu stöbern. Ich habe nun einmal die Liste der Verlagsvorschauen aktualisiert, so dass man nun bis zum Frühjahr 2017 suchen kann:

Atlantik Verlag

Aufbau Verlag

Berlin Verlag

Blanvalet

btb

C. Bertelsmann

Diogenes

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Das Lieblingsbuch nominieren

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Die Shortlist zum Deutschen Buchpreis hatte nicht nur für Überraschungen gesorgt, sondern auch zu Kontroversen geführt: Fehlten nicht einige herausragende Titel? Waren wirklich alle Nominierten preiswürdig? Die Zweifel an der Juryauswahl waren allerdings nicht überraschend, schließlich hat jeder Leser den eigenen Favoriten, der gefälligst nominiert werden sollte und nach Möglichkeit auch auf die Shortlist gehörte. Beim LovelyBooks Leserpreis sind solche Diskussion von vorneherein ausgeschlossen – denn hier haben die Leser es selbst in der Hand: Noch etwas mehr als vier Tage gibt’s hier die Möglichkeit, die eigenen Favoriten unter den Neuerscheinungen in insgesamt 14 verschiedenen Kategorien zu nominieren.

In der anschließenden Abstimmungsrunde kann dann unter den 35 am meisten nominierten Büchern pro Kategorie ausgewählt werden. Die Bekanntgabe des Preisträgers ist am 24. November. Hier kann man die eigenen Lieblingsbücher mit ins Rennen schicken: Nominiere jetzt deine Lieblingsbücher des Jahres.

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

Verleger machen Brief an Bildungsministerin Wanka: »Wir stehen offenbar im Weg«“ (Boersenblatt) Weiterlesen

Anspruchsvoll [Update II: Wunschliste]

OLYMPUS DIGITAL CAMERABereits beim Erstellen meiner Wunschliste wurde mir bewusst, dass die Realisierung, alle Bücher bis Ende April auch gelesen und rezensiert zu haben, aus zeitlicher Sicht durchaus anspruchsvoll wird. Von den bisher drei erschienenen Büchern habe ich eins gelesen (Michael Köhlmeiers Das Mädchen mit dem Fingerhut), hier steht lediglich noch die Rezension aus, Ryan Gattis‘ In den Straßen die Wut hatte ich ohnehin auf den SuB gelegt, und bei Navid Kermanis Einbruch der Wirklichkeit bin ich im Grunde durch, auch hier werde ich mich in den kommenden Tagen der Rezension widmen.

Nun sind zwei weitere Bücher erschienen, die aufgrund ihres Umfangs das Unterfangen nicht leichter machen: Der Kopf von Ernst Augustin sowie Das zerstörte Leben des Wes Trench von Tom Cooper. Da es sich bei Augustins Buch um ein Werk von 1962 handelt, werde ich dieses auch erst einmal hinten anstellen.

Außerdem hatte ich mal wieder Losglück und bei vorablesen.de Benedict Wells‘ Vom Ende der Einsamkeit (Erscheinungsdatum: 24. Februar) gewonnen, so dass dieses von meiner Liste der Vorbestellungen gestrichen werden kann.

Hier ist mein Update zu meiner Wunschliste:
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Er ist wieder da – darf das sein?

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Dreharbeiten zu „Er ist wieder da“. (c) Südwambel [Own work, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons]

Mehr als 2,3 Millionen Menschen haben inzwischen die Verfilmung von Timur Vermes‘ Er ist wieder da im Kino gesehen. Zum Jahresende laufen dann die Urheberrechte an Adolf Hitlers Nazi-Hetzschrift Mein Kampf aus, eine (kommentierte) Neuauflage wurde bereits angekündigt. Darf das sein? Wird womöglich einem neuen Hitler-Kult der Weg geebnet? „Hitler dient als Projektionsfläche für die vermeintlich dunklen Charakteristika seiner Persönlichkeit, eingedampft auf ‚das Böse'“, meint Helmut Ortner. „Und das Böse ist faszinierend und bedrohlich zugleich. Wir wollen nichts mit ihm zu tun haben und können uns doch nicht davon abwenden. Wir wünschen es aus unserer Welt und benötigen doch seine Anwesenheit.“ (Frankfurter Rundschau)

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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