Menasse gewinnt dbp17: „Eine einzigartige Panoramaaufnahme von Europa“

Logo Deutscher Buchpreis 2017 Buecherherbst BuecherblogJetzt ist es also raus: Robert Menasse gewinnt mit dem Roman Die Hauptstadt den Deutschen Buchpreis 2017. Der Autor zeige, wie wichtig es ist, die Europäische Union zu erhalten, jenseits nationaler Egoismen. „Robert Menasse verwebt Zeiten, Nationen und Institutionen zu einer einzigartigen Panoramaaufnahme von Europa – kriminalistisch angetrieben, philosophisch durchdrungen und dabei immer grundironisch“, begründete die Jury im Rahmen der Verleihung. Das Buch stehe in der Tradition von Balzacs Vorstellung kritischer Zeitgenossenschaft und sei „ein Roman, der alles über unsere Zeit enthält, ohne je zeitgeistig zu werden.“ [Die vollständige Jury-Begründung]

FBM17 Logo Buchmesse Ehrengast Frankreich Buecherherbst Buecherblog Dies war der feierliche Auftakt für die Frankfurter Buchmesse 2017, am Mittwoch geht es dann so richtig los in den Messehallen. Hier wird Buchpreis-Gewinner Robert Menasse auf zahlreichen Bühnen ausführlich über den Roman und seine Entstehung berichten. Welche Veranstaltungen ansonsten noch sehenswert sind, habe ich hier zusammengestellt: Vier Tage auf der fbm17. „2017 wird als ein Jahr in Erinnerung bleiben, in dem viele Weichen gestellt wurden – das gilt für die Politik ebenso wie für ökonomische und gesellschaftliche Zusammenhänge, in Deutschland und in weiten Teilen der Welt. Auf der Frankfurter Buchmesse kommen Aussteller aus über 100 Nationen zusammen. An fünf Tagen steht hier nicht nur das Geschäft mit Inhalten im Vordergrund, vielmehr ist die Frankfurter Buchmesse der Ort, an dem die Branche beweist, dass sie auf der Höhe der Zeit ist: aufgeschlossen für Innovationen, stabil in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung und meinungsstark wie eh und je“, sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, bereits bei der Auftaktpressekonferenz.

Ehrengastauftritt „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“

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Auszeichnung für Brückengrün

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(c) Christoph Boekheler, Frankfurt am Main

Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Deshalb setzt man gerne eine fachkundige Jury zusammen, die darüber entscheidet, was aktuell als schön empfunden werden sollte. Nun hat die Stiftung Buchkunst den Architekturführer Köln als das schönste deutsche Buch des Jahres mit dem Preis der Stiftung Buchkunst prämiert. Wer zunächst das äußere des Buches betrachtet, wird wohl kaum auf die Idee kommen, dieses für die Schlichtheit, die es darstellt, auszuzeichnen. Doch selbst die äußere Gestaltung, vielmehr die Farbgebung, wurde ausdrücklich lobend erwähnt: Das Brückengrün erinnere an die Farbe der Kölner Brücken – darauf muss man auch erst einmal kommen. Inhaltlich handelt der Band – wie der Name schon verrät – von 103 architektonischen Projekten seit 1932. „So ist das ganze Buch ein dialektisches Spiel zwischen Schein und Sein, klein und groß, karg und reich“, begründet die Jury ihre Entscheidung (Der Preis der Stiftung Buchkunst steht fest!).

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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