Winterwunderwelt Buchmesse

Fotorückblick zur #lbm18

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Messehalle im Winter

Entgegen der ursprünglichen Voraussage eines neues Rekords kamen zur diesjährigen Leipziger Buchmesse knapp fünf Prozent weniger Besucher – was sicherlich zuvorderst am Wintereinbruch zum Messewochenende lag. Insgesamt wurden 271.000 Bücherfreunde auf dem Messegelände (197.000) sowie bei Veranstaltungen von Leipzig liest im gesamten Stadtgebiet gezählt. Trotzdem zogen die Veranstalter ein positives Fazit, insbesondere aufgrund der gewachsenen Debattenkultur und der vielen interessanten Diskussionen. „Das geschriebene und gesprochene Wort entfaltete seine ganze Kraft zur Leipziger Buchmesse, die sich auch in Zeiten hitziger politische Debatten und kontroversen Diskussion als Hort des friedlichen Diskurses und der Meinungsfreiheit zeigte“, erklärte Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe (Abschlussbericht: Die einzigartige Kraft der Worte).

Drei Tage lang war ich auf dem Messegelände unterwegs (Außergewöhnliche Lyrik), habe spannende politische Diskurse mit progressiven Zukunftsideen (Durch und durch politisch) ebenso gesehen wie interessante Berichte von Autoren zur Entstehung ihrer Bücher (Kinsky, Schlögel, Stöhr und Durkat ausgezeichnet) oder ihren außergewöhnlichen Reisen bis in den Orient für die Recherche. Eine Auswahl meiner #lbm18-Fotos findet ihr in der folgenden Galerie:

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Durch und durch politisch

Leipziger Buchmesse 2018 – Tag 2

Am zweiten Tag der #lbm18 standen auf meinem Programm politische Veranstaltungen im Vordergrund. Erstes Thema war Flucht und Migration, und unter dem Titel „Wessen Krise?“ diskutierten Simone Barrientos, Rick Reuther und Sascha Stanicic über die Ursachen und mögliche Maßnahmen, um die Menschen von der gefährlichen Flucht abzuhalten oder sie in Deutschland menschenwürdig aufzunehmen. Weiter ging es mit der Diskussion mit Asne Seierstad, der Preisträgerin zur Europäischen Verständigung, über die europäischen Werte: „Wir, die Partner und Freunde? Oder wie das erweiterte Europa das Ganze betrachtet“.

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„Druckfrisch“ mit Denis Scheck

Einerseits machten europäische Regierungschefs Deals mit Despoten wie Erdogan und gleichzeitig sprächen sie davon, dass sie den Werten Europas verpflichtet seien. Doch wie schafft die EU es, die globalen Herausforderungen – als Einheit – zu bewältigen? Und selbst Denis Scheck wurde zunächst politisch: Er äußerte Unverständnis dafür, dass das Gedicht Avenidas von Eugen Gomringer von der Fassade der Alice Salomon Hochschule verschwinden soll. Darin sieht er sogleich den Beginn des Endes der Meinungsfreiheit sowie eine klare Zensur – bei dieser Einschätzung hat er sich allerdings ganz schön verrannt.

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