Volles Programm bei der lbm18

Leipziger Buchmesse / Leipzig liest vom 14. bis 18. März 2018

lbm17 Buchmesse Buecherherbst Buecherblog (19)

Auch in diesem Jahr werde ich wieder zur Leipziger Buchmesse mit ihrem Lesefest Leipzig liest reisen, um via Twitter (@bücherherbst) und Blog (Mein Fotorückblick auf die lbm17 // Die Tage auf der lbm17)  über das Geschehen vor Ort zu berichten. Dafür habe ich mir ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Vorderstes Kriterium war, dass die Veranstaltungen auf dem Messegelände stattfinden, da das Pendeln zwischen Messe und sonstigen Veranstaltungen im Stadtgebiet viel Zeit kostet und man hierdurch zugleich einige spannende Veranstaltungen verpassen würde – was nicht bedeutet, dass ein Blick auf das Programm im sonstigen Stadtgebiet nicht lohnenswert wäre. Einen Überblick über das vollständige Programm findet man im Downloadbereich der Messe. Online bietet sich zudem die Möglichkeit, Leipzig liest mit mehr als 3.600 Veranstaltungen nach Datum, Genre oder Veranstaltungsart zu durchsuchen.

lbm18 Logo Leipziger Buchmesse 2018 Buecherherbst BuecherblogDa ich in diesem Jahr bei meiner Bücherauswahl der Neuerscheinungen einen besonderen Blick auf politische Bücher und Fluchtliteratur lege, werden auch die von mir ausgewählten Veranstaltungen einen politischen Schwerpunkt haben. Als Buchblogger habe ich zudem ein Augenmerk auf Treffen und Sessions geworfen, die speziell für Blogger angelegt sind. Diese findet ihr hier als Pdf: Veranstaltungen für Buchblogger.

Wer ein paar Inspirationen braucht oder keine Lust hat, sich einen eigenen ausführlichen Zeitplan zusammenzubasteln, hier meine vorläufige Planung für Leipzig liest auf dem Messegelände (Drei Tage lbm18 im Überblick):

Täglich

10:00 – 18:00 Uhr: Das Parade Atelier, Dutch Foundation for Literature / Flanders Literature, Halle 4, C30

10:00 – 18:00 Uhr: „Keine Bank für alle Ärsche“, Kunstprojekt von Frankfurter Berufsschülern / Erinnerung an Apartheid und Judenverfolgung, Forum OstSüdOst Halle 4, Stand D401

10:00 – 18:00 Uhr: Der LEIPZIGER LESEKOMPASS, Ausstellung der Siegertitel 2018, Leipziger Lesekompass Halle 2, Stand B401

10:00 – 18:00 Uhr: Souvenirs selbst gedruckt, Museum für Druckkunst Halle 3, Stand H401

10:00 – 18:00 Uhr: „Erlebnis Druckkunst! Wir drucken Poster zu Ehren von Johannes Gutenberg“, Museum für Druckkunst Halle 3, Stand H40

10:00 – 18:00 Uhr: 5. Manga-Comic-Con – Cosplay-Galerie, Japanischer Teegarten Halle 1, Stand M101

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Die literarische Hölle gibt es

Viele Leser, Feuilletonisten und Branchenkenner vermuteten, dass Martin Walser mit Ein sterbender Mann (Der letzte Ausweg) bereits seinen literarischen Abschied verkündet hatte. Doch der Autor schien noch nicht die Ruhe für diesen neuen Lebensabschnitt gefunden zu haben und setzte sich unmittelbar nach der Veröffentlichung daran, seinem literarischen Lebenswerk ein weiteres Kapitel (dieses Mal vielleicht das letzte?) hinzuzufügen: „Nach einem Buch weiß man ja nie genau, was man tun soll. Und diesmal hat sich der Satz angeboten: »Mir geht es ein bisschen zu gut.« Das konnte ich dann so hinschreiben. Damit fing es an“, beschreibt er in einem Interview („Ich werde nie mehr solch eine Schreibfreude haben“) den Beginn des neuen Werkes. Herausgekommen ist Statt etwas oder Der letzte Rank, ein „Roman einer Selbstbefreiung“ (ebd.). Leider muss man konstatieren: Er hätte doch besser die Vermutungen bestätigt und Schluss gemacht mit dem Schreiben.

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Geheimnis gelüftet: das Pseudonym Elena Ferrante

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(c) Peter Nimsch/pixelio.de

Es gibt viele Möglichkeiten, den Erfolg eines Buches zu beeinflussen. Zuvorderst natürlich eine umfangreiche Werbekampagne. Manchmal stellt sich auch ein unerklärlicher Internethype ein, um ein Buch, das vielleicht selbst der veröffentlichende Verlag nicht als Bestseller auf dem Schirm hatte. Selbstverständlich ist ein bekannter Autorenname oftmals schon ausreichend, um auf den Verkaufslisten weit oben zu landen. Doch auch umgekehrt kann dies gelingen: Es gibt einige Beispiele, dass unter Pseudonym veröffentlichte Bücher erst recht außergewöhnlich gute Verkaufszahlen nachweisen können.

Warum bekannte oder bis dahin unbekannte Autoren unter einem Pseudonym veröffentlichen, kann vielfältige Gründe haben. So möchte manch Autor beispielsweise seinen Marktwert testen, wie dies Stephen King tat, der unter dem Namen Richard Bachman veröffentlichte. Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling schrieb unter dem Namen Robert Galbraith Romane, was sie damit erklärte, dass sie „ohne Hype und Erwartungen arbeiten und ein völlig ungeschminktes Feedback erhalten“ wollte. Weitere bekannte historische Beispiele sind Emil Sinclair (Hermann Hesse), Mary Westmacott (Agatha Christie) oder Jule Brand (Kerstin Gier).

Manch ein Autor möchte hingegen einfach nur anonym bleiben und veröffentlicht deshalb nicht unter dem eigenen bürgerlichen Namen. Eines der bekanntesten Beispiele ist die italienische Erfolgsautorin Elena Ferrante. Weiterlesen

Ran an die Schnäppchen

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(c) olga meier-sander/pixelio.de

Jeder, der schon einen Umzug hinter sich hat, weiß, wie kompliziert es ist, wenn man einen großen Bücherbestand hat. Denn ein Umzugskarton voller Bücher ist schnell ein kaputter Umzugskarton. Manchmal ist dies ein günstiger Moment, um ein wenig auszumisten. Dies macht jetzt auch die Gesellschaft für deutsche Sprache. Nicht alle Bücher finden nach dem Umzug noch einen Platz in der neuen Bibliothek. Deshalb stehen bei der GfdS unter dem Motto „Ziemlich alles muss raus“ jetzt mehr als 4.000 Bücher aus der sprachwissenschaftlichen Fachbibliothek zum Verkauf. Wer also günstig an Fachliteratur kommen möchte, kann gleich mehrere Listen durchstöbern: Viele weitere Bücher stehen zum Verkauf.

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

„Auszeichnungen: Heinz Strunk erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis“ (Buchreport) Weiterlesen

Rückblende

Presseschau: Ein kurzer Abriss der letzten Tage.

(c) ZDF / Jule Roehr

(c) ZDF / Jule Roehr

Beherrschendes Thema der vergangenen Woche war nicht ganz überraschend das neue Literarische Quartett im ZDF. Doch die Kritiker der Kritiker konnte die erste Folge nur bedingt überzeugen: Wolfgang Tischer moniert auf Literaturcafé.de, dass die Sendung „dominiert [war] vom gehetzten Zank der Protagonisten – und einer unglaublich schnellen Schnittfolge. […] Zack, zack, zack, zack! schien das Motto der Sendung zu sein.“ Die NZZ konstatiert gar, „die Auftaktsendung ist so langweilig wie die besprochenen Bücher.“ Weiterlesen

Neuauflage

Das neue Literarische Quartett

Maxim Biller, Christine Westermann und Volker Weidermann (v.l.). (c) ZDF / Jule Roehr

Vorhang auf für eine neue Literaturkritikerrunde: Heute Abend (23 Uhr) startet im ZDF die Neuauflage des Literarischen Quartetts, früher geprägt durch den kürzlich verstorbenen Hellmuth Karasek sowie sein Pendant Marcel Reich-Ranicki. Geleitet wird das Format von Spiegel-Kulturressortchef Volker Weidermann, ihm zur Seite sitzen Journalistin Christine Westermann und Schriftsteller Maxim Biller sowie in jeder Sendung ein prominenter Gast, heute Publizistin und Schriftstellerin Juli Zeh. Weiterlesen