Worte, die Hoffnung machen

Barack Obama Worte Rezension Buecherherbst BuecherblogVorstellungskraft, Visionen und Mut, aber zugleich Arbeitswillen – diese Werte forderte Barack Obama stets von den Menschen, vornehmlich natürlich von der amerikanischen Bevölkerung, aber auch von der Welt. „Unsere Köpfe sind nicht weniger erfindungsreich, unsere Güter und Dienstleistungen werden nicht weniger benötigt als vorige Woche oder vorigen Monat oder voriges Jahr. Unser Leistungsvermögen ist unvermindert. Aber die Zeit, in der wir uns Änderungen verweigerten, in der wir kleinliche Interessen verteidigten und unangenehme Entscheidungen aufschoben – diese Zeit ist mit Sicherheit vorbei. Ab heute müssen wir aufstehen, den Staub abklopfen und mit der Arbeit beginnen, Amerika zu erneuern“, verlangte Obama von seinen Landsleuten in seiner Antrittsrede 2009.

Seine Reden sind stets voller Optimismus, aber auch mit einem klaren Blick auf die Realitäten der Menschen und des Landes. Er wollte Hoffnung verbreiten. Jeder sollte wieder an den amerikanischen Traum glauben, dass der Aufstieg für alle Bürger möglich ist. Betrachtet man Barack Obamas Reden aus heutiger Sicht, wirken sie angesichts des Handelns seines Nachfolgers wie aus der Zeit gefallen, aus einer anderen Dekade – und zugleich als Hoffnung auf die Zukunft. Seine bedeutendsten Reden sind jetzt in einem Band „Barack Obama – Worte müssen etwas bedeuten“ zusammengefasst.

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Spannendes Programm bei „Leipzig liest“ @lbm17

Leipziger Buchmesse lbm17 Leipzig liest Buecherherbst Buecherblog Programm UeberblickBald dreht sich in Leipzig wieder alles um Bücher und ums Lesen: Am 23. März eröffnet die Leipziger Buchmesse 2017 samt Lesefest Leipzig liest ihre Pforten. Dabei gibt es ein vielfältiges Programm und interessante Leseorte zu entdecken. Einen Überblick über das vollständige Programm findet man im Downloadbereich der Messe. Online bietet sich zudem die Möglichkeit, das Programm mit fast 3.500 Veranstaltungen nach Datum, Genre oder Veranstaltungsart zu durchsuchen. Darüber hinaus findet sich ein Les-O-Mat, mit dessen Hilfe man nach dem Zufallsprinzip Empfehlungen erhält.

Ich werde erstmalig während aller #lbm17-Tage vor Ort sein. Hierfür habe ich mir wieder einen (umfangreichen) Veranstaltungsplan „erarbeitet“, um nichts zu verpassen – angesichts der Vielzahl an Veranstaltungen natürlich ein kaum mögliches Unterfangen. Wer ein paar Inspirationen braucht oder keine Lust hat, sich einen eigenen ausführlichen Zeitplan zusammenzubasteln, hier meine vorläufige Planung für Leipzig liest auf dem Messegelände (am Textende auch als Pdf):

täglich (23. bis 26. März):
10:00 – 17:00 Uhr: BeeinDRUCKend! Johannes Gutenberg erklärt seine Erfindungen, Druckvorführung, Gutenberg-Museum Mainz Halle 3, Stand H500

10:00 – 17:00 Uhr: Sachenmacher Mitmach-Workshop „Lesezeichen“, Wehrfritz GmbH Halle 2, Stand B300

10:00 – 18:00 Uhr: Drei Steine, Ausstellung (Nils Oskamp erzählt in seiner autobiografischen Graphic Novel „Drei Steine“ die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er Opfer rechter Gewalt wurde), Forum Sachbuch Halle 5 Halle 5, Stand C200

10:00 – 18:00 Uhr: Alma M. Karlin – Die Weltreisende aus der Provinz, Ausstellung (ein aktuelles biographisches Graphic Novel zu der slowenisch-deutschen Autorin Alma Karlin), Ausstellung Slowenien Halle 4, Stand D504

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Neuerscheinungen Büchervorschau Verlagsvorschau Buecherherbst Buecherblog

Fotorückblick zur Frankfurter Buchmesse 2016

Politisch geprägt wie selten zuvor ist heute die Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen und konnte dabei ein durchaus positives Fazit ziehen: Rund 277.000 Besucher kamen an den Fachbesucher- sowie Publikumstagen zur fbm16. „Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Meinungs- und Publikationsfreiheit in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern akut bedroht ist. Dieses Thema betrifft unsere Branche weltweit, und die große Welle der Solidarität, die auf der Buchmesse sichtbar wurde – für Can Dündar, Asli Erdogan oder Raif Badawi – wird global wahrgenommen“, sagte Juergen Boos (Quelle: Debatten um kulturelle Identitäten sowie geistiges Eigentum bestimmen die FBM16).

Hier meine Impressionen vom Buchmesse-Wochenende in der kompletten Fotorückschau:

 

Netzwerkerin mit viel Herzblut

BücherFrauenIm Rahmen meiner Rückblende Anfang April (Mehr Aufmerksamkeit für weibliche Stimmen“) berichtete ich über die aktuell laufende Abstimmungsphase für den LiBeraturpreis des Vereins Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika, der Werke von Autorinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt auszeichnet. Nun wurde Litprom-Geschäftsleiterin Anita Djafari als BücherFrau des Jahres 2016 ausgezeichnet („Neue BücherFrau des Jahres“), ein Preis der alljährlich vom Netzwerk BücherFrauen/Women in Publishing vergeben wird. Zur Begründung heißt es, dass Djafari eine „unermüdliche Netzwerkerin [sei], die ihre Projekte mit unbändiger Energie und viel Herzblut vorantreibt“ („Mit Herzblut für die Weltliteratur“).

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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Lebenswille kennt keine Grenzen

Die Forderung nach einer geregelten Flüchtlingsaufnahme, nach Kontingenten und numerischer Obergrenze, ist stets leicht formuliert. Zuvorderst richtet sie sich an die regierenden Politiker. Doch zugleich wird indirekt von den Menschen, die auf der Flucht sind, verlangt, sich dem Verfahren zu fügen. Dabei wissen wohl nur die Wenigsten, welchen Weg und welches Leid die Flüchtlinge bislang ertragen mussten – und deshalb gerade nicht in unterversorgten, unhygienischen Camps verharren möchten, sondern auf der Suche nach einem sicheren, geregelten Leben in der Mitte des europäischen Kontinents sind. Navid Kermani wollte erfahren, wer diese Menschen sind, die vor dem Krieg fliehen und sich auf einen gefährlichen Treck quer durch Europa begeben. Auf seiner Reise in umgekehrter Richtung der Flüchtlingsroute versuchte er, den Menschen ins Gesicht zu schauen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihren unermüdlichen Glauben an ein besseres Leben nachzuvollziehen. In Zusammenarbeit mit dem Fotografen Moises Saman ist mit Einbruch der Wirklichkeit ein bewegendes literarisches Werk voll sprachlicher Wucht und nachdenklich stimmender Bilder herausgekommen. Es lässt den Leser die Qual der Flucht erahnen – nachempfinden kann sie wohl selbst Kermani nicht. Weiterlesen