Fotorückblick zur Frankfurter Buchmesse 2017

fbm17 Buchmesse buecherherbst buecherblog dbp17 gastland frankreich außenbereichDie Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse 2017 sind gemischt: Einerseits waren es wieder außergewöhnliche Tage, geprägt von beeindruckenden Autoren, anregenden Lesungen und teils bemerkenswerten Gesprächen. Andererseits hallt das Geschehen vom Buchmessesamstag nach: Nazis durften ihre menschenverachtende Ideologie darbieten, greifen Menschen an, beleidigen und pöbeln. Ist das diese „Meinungsfreiheit“, von der die Veranstalter sprechen? Rassismus und Extremismus sind keine Meinung. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels sollte sich diese Haltung für die fbm18 nochmals gut überlegen. Deshalb wird es an dieser Stelle von mir keinen ausführlichen Messebericht geben, ich möchte folgend mit einer Fotogalerie ein Bild meiner (positiven) Eindrücke entwerfen.

Hier meine Impressionen von der fbm17 in der Fotorückschau:

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Barack Obama: „Als Kind liebte ich es, zu lesen“

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Barack Hussein Obama (c) Official White House Photo by Pete Souza (P120612PS-0463 (direct link)) [Public domain], via Wikimedia Commons

In der vergangenen Woche endete die Amtszeit von Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten. Man kann womöglich unterschiedlicher Meinung über sein politisches Erbe sein, doch mit der Amtsübernahme durch Donald Trump wird überdeutlich, welch außergewöhnliche Persönlichkeit Obama war – und welch gebildeter Mensch (insbesondere im Vergleich zu Dumpfpopulist Trump). Der Literaturkritikerin Michiko Kakutani von der New York Times gab der scheidende US-Präsident ein letztes Interview (President Obama on What Books Mean to Him), über sein Amt und über Literatur, und wie er oft haderte und dass „ihm die Literatur dann aus seinen Zweifeln heraushalf“ (Süddeutsche Zeitung). Außerdem erzählt er bewegend von seiner Kindheit: „Als Kind liebte ich es, zu lesen. Zum Teil, weil ich so viel unterwegs war. Es gab Zeiten, da war ich ein Außenseiter. Als ich nach Indonesien kam, war ich dieses große, dunkelhäutige Kind, das irgendwie auffiel. Als ich dann von Indonesien zurück nach Hawaii zog, hatte ich wahrscheinlich die Umgangsformen und Gewohnheiten eines indonesischen Kindes. Die Vorstellung also, dass es Welten gibt, die man mitnehmen kann, die einem selbst gehören, in die man einsteigen kann, fand ich aufregend.“ (Das vollständige Interview gibt es bei SZ Plus: Was lesen Sie, Mr. President?)

Weitere Themen der vergangenen Tage in der Rückblende:

Literarisches Quartett ZDF Biller Westermann Weidermann Buecherherbst Buecherblog Presseschau

(c) ZDF / Jule Roehr

„Was bleibt vom Literarischen Quartett? Maxim Biller steigt aus dem Literarischen Quartett aus, dieser vor knapp anderthalb Jahren begonnenen Wiederbelebung der unter Marcel Reich-Ranicki legendär gewordenen Kritikerrunde im ZDF.“ (NDR)

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Im Klassenzimmer über Flüchtlinge sprechen

Viele passionierte Leser kennen keine schönere Dekoration als ein buntes, volles Bücherregal. Oftmals steht dabei der unerschöpfliche Wunsch nach Neuzugängen in einem klaren Missverhältnis zu dem zur Verfügung stehenden Raum. Deshalb beginne ich meinen Wochenrückblick mit einem außergewöhnlichen Sammler: Thomas B. Schumann hat in einem Bungalow Literatur der neunzehnhundertzwanziger Jahre, aber auch Kostbarkeiten des Expressionismus und des Exils zusammengetragen. Mehr zu seinen imposanten Schätzen: „Ein Museum des Exils: Schade, dass Sie Tommy nicht erlebt haben“ (Frankfurter Allgemeine).

Wie können Lehrer sich dem Flüchtlingsthema widmen? Wie können sie mit den Schülern über dieses schwierige Thema sprechen? Einen Beitrag hierzu möchte das Onlineportal Onilo leisten, es offeriert kostenfrei die Boardstory Bestimmt wird alles gut von Kirsten Boie. Weiterlesen