Support your local dealer!

WP_20151120_001Die heutige Montagsfrage sagt durchaus einiges über einen Menschen aus:

Buchhandlungen vs. Onlineshop – wo kauft ihr eure Bücher? 22ff9-montagsfrage_banner

Wie ich schon des Öfteren habe anklingen lassen – so auch bei der letzten Fragerunde, an der ich teilgenommen hatte -, bin ich ein absoluter Verfechter der lokalen Buchhandlungen (das Foto zeigt mein bevorzugtes Bücherstübchen in meiner Stadt: Buchhandlung Kirschner) und von #buylocal. Dabei würde ich eine kleine inhabergeführte Buchhandlung vorziehen, da ich mich in einer ruhigen Atmosphäre wohler fühle als in einer großen Kette, bei der oftmals ein reges Treiben herrscht. Schließlich möchte ich auch die Möglichkeit haben, mich entspannt in die Ecke setzen zu können, um einen Eindruck vom Buch zu erlangen.

Zudem hat man nur in einer Buchhandlung die Gelegenheit, sich ganz individuell ein Buch empfehlen zu lassen. Viele haben hierfür gar eigene Regale eingerichtet, in denen Bücher samt eines Leseeindrucks oder einer Minirezension eines Mitarbeiters dargeboten werden. Selbstverständlich nicht vergessen werden darf die wundervolle Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch einen Buchtipp geben zu lassen – probiert es mal aus! In der Buchhandlung finden sich genau die Menschen, nach denen wir Buchverrückte doch suchen: andere Menschen, die Bücher lieben. Ihr werdet schnell erkennen, wie schön es ist, wenn ein Mensch euch ein Buch empfiehlt, für das er/sie brennt.

All dies ist im Onlinehandel nicht möglich.  Weiterlesen

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Ein zweifelhafter Mehrwert

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Ich möchte mir heute wieder kurz Zeit nehmen, um Buchfresserchens Montagsfrage zu beantworten:

„Wie wichtig sind dir Klappentexte/Inhaltsangaben auf der Rückseite?“

Die Klappentexte der Bücher spielen für mich eine untergeordnete Rolle. Ich würde mich eher als Rezensionskäufer bezeichnen, der ein Buch zuvorderst dann kauft, wenn mir eine Rezension – einer von mir geschätzten Quelle – zugesagt hat. Hierdurch erhalte ich eine fundiertere Inhaltsangabe und Einschätzung, ob es sich um ein lesenswertes Buch handelt, als mit Hilfe der verknappten Inhaltswiedergabe des Klappentextes, der zumeist durch werbewirksame Rezensionszitate gespickt ist.

Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass ich bei meinen letzten zehn, zwanzig oder vielleicht sogar fünfzig Buchneuerwerbungen dem Klappentext überhaupt keine Beachtung geschenkt habe. Obwohl sich Verlage sicherlich durchaus Mühe geben, einen prägnanten Klappentext zu formulieren, erschließt sich mir der Mehrwert bis heute nicht Weiterlesen

Darf’s auch ein alter Schinken sein?

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Heute ist wieder Zeit für die „Montagsfrage“ von Buchfresserchen:

Liest du auch Bücher, die nicht aktuell (also in den letzten Jahren erschienen) sind, aber nicht zu den Klassikern zählen?

Für gewöhnlich kaufe und lese ich hauptsächlich aktuelle Literatur. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass ich auf Flohmärkten gebrauchte, ältere Bücher erwerbe von Autoren, die ich gerne lese. Zudem kann es natürlich sein, dass ich ältere Bücher empfohlen oder geschenkt bekomme, und Zufallsfunde kommen durchaus auch vor, wie bei meinem ersten hier zu erwähnenden Buch.

WP_20151130_002Dieses Jahr habe ich zufälligerweise zwei Bücher gelesen, die – gemessen am Ersterscheinungsjahr – durchaus ein alter Schinken sind, welche allerdings kürzlich neu aufgelegt wurden: Zum einen bin ich im Prag-Urlaub bei der Suche nach einem in deutscher Sprache erhältlichen Buch auf Der brave Soldat Schwejk von Jaroslav Hašek gestoßen, ein überaus witziger, satirischer Roman von 1921, in einer Neuauflage von 2013. Zum anderen ist das Schlump von Hans Herbert Grimm. Der Antikriegsroman erschien ursprünglich 1928 und gehört zu der „Liste der verbrannten Bücher“, die im Zuge des Nazi-Wahns vernichtet wurden. Vergangenes Jahr wurde dieser „vergessene Klassiker“ (KiWi-Verlag) in neuer Aufmachung herausgebracht. Weiterlesen

Das Ende vorwegnehmen?

Allmontaglich stellt Buchfresserchen auf ihrem Blog eine „Montagsfrage“ rund um’s Thema Bücher und sammelt die Antworten anderer Blogger. Da ich die Idee bemerkenswert finde, mache ich heute (in Absicht auf zukünftige Regelmäßigkeit) auch mit:

Liest du bei Büchern auch schonmal das Ende zuerst oder würde das dein Lesevergnügen zerstören?

Generell kommt es durchaus vor, dass ich das Ende zuerst oder zumindest weit im Voraus lese. Allerdings beschränkt sich das auf spezielle Fälle: Ich erhalte des Öfteren Leseempfehlungen, manchmal bekomme ich sogar direkt das Buch in die Hand gedrückt. Hierdurch wird man selbstverständlich neugieriger, als hätte man das Buch lediglich im Regal in der Buchhandlung stehen sehen. Wenn ich jedoch nach 100 Seiten merke, dass sich mein Lesegeschmack signifikant von dem des Empfehlers unterscheidet, blättere ich durchaus auch bis zum Ende, um das Buch nicht sofort aus der Hand zu legen – leider war dieses Vorgehen bislang selten von Erfolg gekrönt.

Ähnlich ist es, wenn ich mir aufgrund von Rezensionen einen Stapel von Büchern bestelle. Da mir leider die Zeit fehlt, zwischen zwei größeren Bestellungen (also jeweils vier bis sechs Büchern) wirklich jedes Buch von Anfang bis Ende zu lesen, lege ich ein Buch, das mich im ersten Drittel nicht überzeugen konnte, entweder auf meinen SuB oder lese bereits das Ende und lege es dann weg.

Ein Gegenbeispiel zum Abschluss: Als ich David Foster Wallaces Unendlicher Spaß vor einigen Jahren in die Hände bekam, habe ich vielfach mit dem Lesen von vorne begonnen, da ich immer wieder Lesepausen einlegen musste – immerhin handelt es sich um ein gewaltiges Opus mit mehr als 1.500 Seiten. Trotzdem wäre mir nie in den Sinn gekommen, das Ende vorweg zu nehmen.