„Werke von Autorinnen noch stark unterrepräsentiert“

Liberaturpreis Nominierung Abstimmung weibliche Literatur Buecherherbst Buecherblog LitpromUnter all den zahlreichen monatlichen Neuerscheinungen gibt es immer wieder einige herausragende Bücher, die viel zu wenig Beachtung erfahren. Deshalb lohnt auch ein Blick über den Tellerrand hinaus.

Laksmi Pamunjak Liberaturpreis fbm16

Die im Vorjahr ausgezeichnete Laksmi Pamunjak.

So vergibt litprom alljährlich den LiBeraturpreis, der Titel von Autorinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt auszeichnet. „Zugrunde liegt die Tatsache, dass Übersetzungen aktueller Werke von Autorinnen aus den entsprechenden Ländern auf dem deutschen Buchmarkt immer noch stark unterrepräsentiert sind und weiblichen Stimmen nach wie vor eine deutlich geringere mediale Aufmerksamkeit zukommt“, stellt der Verein heraus. Im vergangenen Jahr gewann Laksmi Pamuntjak mit Alle Farben Rot die angesehene Auszeichnung.

Noch bis zum 31. Mai läuft die Abstimmungsrunde für diesen Publikumspreis, der ebenfalls im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen wird. Insgesamt sind zehn Autorinnen in diesem Jahr nominiert. Ein Blick auf die Nominierten zeichnet ein spannendes, abwechslungsreiches Themenbild von Autorinnen jenseits des Mainstreams – einfach mal reinschauen: LiBeraturpreis 2017.

Weitere Themen der vergangenen Tage in der Rückblende:

„Der Kölner Kulturrat vergibt in diesem Jahr wieder die Auszeichnung Kulturereignis des Jahres. Der Preisträger wurde in der Vergangenheit jeweils durch eine Bevölkerungsumfrage ermittelt […]. Da die lit.COLOGNE aber jedes Mal mit großem Abstand gewinnt, wurde das Festival zunächst nur alle 3 Jahre zugelassen – und nun ganz von der Nominierung ausgeschlossen.“ (lit.Cologne)

„Riding free in Teheran: Das Berliner Haus für Poesie schmuggelt Gegenwartslyrik in den Iran. Eindrücke eines außergewöhnlichen Städtetrips – mit Versen im Gepäck.“ (Der Tagesspiegel)

Remarque-Preis für Asli Erdogan: Ob die türkische Autorin den Preis entgegennehmen kann, ist unsicher – sie darf momentan das Land nicht verlassen. Der Sonderpreis geht an die Bewegung Pulse of Europe.“ (Frankfurter Allgemeine)

„Der milde Blick: Wie deutsche Verlage mit ihrer NS-Geschichte umgehen“ (Deutschlandfunk Kultur)

eva menasse leipziger buchmesse Buecherherbst Buecherblog

Eva Menasse. (c) Heike Huslage-Koch (Own work) [CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons]

„Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse irritiert bis heute die Verkrampftheit der Deutschen, wenn es um jüdisches Leben geht. Ihre Herkunft will sie deshalb aber nicht verstecken.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Zum Sammeln in den Keller: Bei Gerhard Henschel im Keller sieht es ein bisschen anders aus als in herkömmlichen Untergeschossen. Denn dort sammelt der vor 55 Jahren in Hannover geborene Schriftsteller jeden Zettel, jedes Notat, jedes Bildnis, das irgendwie die Geschichte seiner Familie berührt.“ (NDR)

„Almrausch für den Alkolenker: Deutsch außerhalb Teutoniens – ein neues Wörterbuch lädt zu einer überraschenden Entdeckungsreise ein.“ (Frankfurter Rundschau)

„Ein wenig Moral würde nicht schaden: Schriftsteller als Gesellschaftskritiker haben ausgedient – angeblich. Neue Bücher von Max Frisch, Heiner Müller und Martin Walser zeigen, wie nötig wir sie hätten.“ (ZEIT Online)

„Poesie der Stanzmaschinen: Bei der Lesenacht Hörgang stellen 30 Autoren an 27 Orten in Bogenhausen ihre Texte vor. Der Popstar des Abends ist Ronja von Rönne, die Beziehungstipps in einer Werkstatt für Feinblech gibt“ (Süddeutsche Zeitung)

„Lesung im Jahr 1952: Die Wahrheit über Paul Celans Auftritt bei der Gruppe 47″ (Deutschlandfunk Kultur)

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