„Breites Spektrum“ an Werken zum Preis der Leipziger Buchmesse

Preis der Leipziger Buchmesse lbm17 pdlbm17 Buecherherbst Buecherblog Presseschau RueckblendeIn etwas mehr als vier Wochen eröffnet die Leipziger Buchmesse mit dem Lesefestival Leipzig liest wieder ihre Pforten. Gespannt warten alle Bücherfreunde, aber vor allem Autoren und Verlage auf den Auftakt: Am 23. März (16 Uhr) wird nämlich zunächst der Preis der Leipziger Buchmesse 2017 vergeben. 365 Werke wurden für die Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik sowie Übersetzung eingereicht, vergangene Woche wurden die Nominierten bekannt gegeben: Lukas Bärfuss – Hagard (Wallstein Verlag), Brigitte Kronauer – Der Scheik von Aachen (Klett-Cotta), Steffen Popp – 118 (Kookbooks), Anne Weber – Kirio (S. Fischer) und Natascha Wodin – Sie kam aus Mariupol (Rowohlt) [alle Belletristik]; Leonhard Horowski – Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts (Rowohlt), Klaus Reichert – Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen (S. Fischer), Jörg Später – Siegfried Kracauer. Eine Biographie (Suhrkamp), Barbara Stollberg-Rilinger – Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit (C.H.Beck) und Volker Weiß – Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes (Klett-Cotta) [alle Sachbuch/Essayistik]; Holger Fock, Sabine Müller übersetzten aus dem Französischen Kompass von Mathias Énard (Hanser Berlin), Gregor Hens übersetzte aus dem Englischen Shark von Will Self (Hoffmann und Campe), Gabriele Leupold übersetzte aus dem Russischen Die Baugrube von Andrej Platonow (Suhrkamp), Eva Lüdi Kong übersetzte aus dem Chinesischen Die Reise in den Westen (Reclam) und Petra Strien übersetzte aus dem Spanischen Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda von Miguel de Cervantes (Die Andere Bibliothek) [alle Übersetzung]. Die ausführlichen Begründungen zu den einzelnen Nominierungen finden sich hier: Nominierungen 2017.

Als durchaus anspruchsvoll werden die Werke in der Kategorie Belletristik angesehen. Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, spricht gegenüber der ZEIT von einer „kühnen Liste“ (Jury stellt »kühne Liste« für Leipziger Buchpreis zusammen). Da die Jury zum Preis der #lbm17 nicht auf Romane beschränkt ist, hebt Spiegel Online das erneut „breite Spektrum“ in der Auswahl hervor: „Vom Gedichtband über einen Verfolgungsroman bis zu einer Erinnerung an die eigene Mutter“ (Brigitte Kronauer ist unter den Nominierten). Einen „kleinen Extrajubel“ ist es der Frankfurter Rundschau wert, „dass sich Brigitte Kronauers großer Roman Der Scheik von Aachen (im Herbst bei Klett-Cotta erschienen) unter den Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse findet. Solche Listen, denkt man sich, sollen für Entdeckungen gut sein, aber auch das zu schnelle Wieder-Verschwinden der wesentlichen Titel einer Saison unterlaufen“ (Scheik und Kaiserin).

Weitere Themen der vergangenen Tage in der Rückblende:

„Text ist nicht alles: Finden wir die Literatur der Zukunft mit einer klobigen Bildschirmbrille auf der Nase, die uns bewegte Bilder vorspielt, während wir Texte lesen und hören?“ (Deutschlandradio Kultur)

buchmesse frankfurt fbm16 buecherblog buecherherbst miffy nijntje„Seine berühmteste Figur schuf er für seinen Sohn: das Kaninchen Nijntje, das weltweit unter dem Namen Miffy bekannt wurde. Nun ist der Zeichner und Kinderbuchautor Dick Bruna in Utrecht gestorben, er wurde 89 Jahre alt.“ (Spiegel Online)

„Die Liste der Nominierten für den Liberaturpreis 2017 steht fest. Ganz besonders toll ist, dass gleich 10 Autorinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt dabei sind.“ (LitProm)

„Die wiedergefundene Zeit. Der Mann mit Bowlerhut und in perlgrauer Kleidung: Erstmals sind Filmbilder mit dem Schriftsteller Marcel Proust aufgetaucht.“ (Frankfurter Rundschau)

frank-walter_steinmeier Interview Bundespräsident Literatur Buecher Buecherherbst Buecherblog Presseschau

Frank-Walter Steinmeier spricht im Interview über seine zuletzt gelesenen Bücher sowie die Bedeutung von Literatur in seinem Leben. (c) Mueller / MSC [CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons]

„»Ausgang offen, würde ich sagen«. Ein Gespräch mit dem Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier über seine neueste Lektüre, über die Bedeutung von Kultur und Kulturarbeit und darüber, warum er als Bundespräsident die Jüngeren stärker in den Blick nehmen möchte.“ (ZEIT Online)

„Könnte das aBook das Lesen revolutionieren? Literatur-Fans können gespannt sein auf die Idee, die das Startup isle audio gerade umsetzt.“ (Neue Westfälische)

„Ludwig-Börne-Preis 2017: Lob für die Auszeichnung des Schriftstellers Rüdiger Safranski“ (Deutschlandradio Kultur)

„Die in Paris lebende Genfer Romancière Pascale Kramer hat den Grand Prix Literatur, den höchsten Schweizer Literaturpreis erhalten. Der Zürcher Germanist Charles Linsmayer wurde mit dem Spezialpreis Vermittlung geehrt.“ (Luzerner Zeitung)

Katja Lange-Müller bei Lübecker Autorentreffen geehrt“ (Focus Online)

„Dass der Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka im Münchner Literaturhaus spricht, während wenige Meter weiter die Sicherheitskonferenz stattfindet, ist ein Statement. Auch zwei andere große Autoren melden sich kritisch zu Wort.“ (Süddeutsche Zeitung)

Swetlana Alexijewitsch beklagt unterwürfige Intellektuelle: Die Literaturnobelpreisträgerin hält Donald Trump und Wladimir Putin für gleichermaßen gefährlich für den Weltfrieden.“ (Focus Online)

„Das Literaturfestival Lit:Potsdam widmet sich in diesem Jahr dem Reformator Martin Luther. Mit Krimi-Autorin Donna Leon und dem vielfach preisgekrönten Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil kommen auch zwei Hochkaräter in die Landeshauptstadt.“ (Märkische Allgemeine)

„Zum Tod von Afrika-Kenner Al Imfeld: Er war ein Querdenker, an dessen Kanten sich manche rieben. Vor allem aber war Al Imfeld ein vielseitig informierter und interessierter Mittler zwischen der deutschsprachigen Welt und Afrika.“ (Neue Zürcher Zeitung)

„Sie wäre am 19. Februar 100 Jahre alt geworden: Carson McCullers. Die in den Südstaaten geborene Autorin veröffentlichte mit nur 23 Jahren ihren Welterfolg Das Herz ist ein einsamer Jäger. Ihre Themen: Rassenhass, Lebenslügen und Einsamkeit.“ (Deutschlandradio Kultur)

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