„Schwer erträgliche Walser-Prosa“ | Rezensionen im Feuilleton

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(c) angieconscious/pixelio.de

Ich lasse mich normalerweise nur geringfügig von feuilletonistischen Rezensionen beeinflussen, wenn ich einmal entschieden habe, ein Buch zu lesen. Doch manchmal sollte man besser darauf hören – auch wenn es in diesem Fall zu spät gewesen wäre, da ich das Buch schon gekauft hatte: „Schwer erträglich“ sei diese „kokett-narzisstische Walser-Prosa“, urteilte Spiegel Online über Martin Walsers neuen Roman Statt etwas oder Der letzte Rank, der der erste Titel auf meiner neuen Wunschliste war. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich korrigieren: Es ist unerträglich. Wer etwas besser vorbereitet seine Neuerwerbungen planen möchte, hier eine Auswahl an Rezensionen der vergangenen Tage:

TC Boyle Die Terranauten Hanser Buecherherbst Buecherblog Neuerscheinungen Verlagsvorschau

(c) Hanser

„Öko-Experiment mit unerwarteten Komplikationen: Seine Romane América oder Willkommen in Wellville sind Pflichtlektüre in den Schulen der USA. T.C. Boyle ist mittlerweile ein Klassiker und einer der fleißigsten Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur. In Deutschland hat er besonders viele Fans. Jetzt hat Boyle seinen 16. Roman geschrieben: Die Terranauten.“ (NDR)

„Die Marmelade aus dem Jahr 1944: Die Schriftstellerin Beate Teresa Hanika erzählt [in Das Marillenmädchen] über den Holocaust und von den Versuchen der Erinnerung.“ (Frankfurter Rundschau)

„Narzissten wie im Märchen: Anatomie einer Ehe: Lauren Groffs Roman Licht und Zorn erzählt eigenwillig von einer sehr ungleichen Beziehung.“ (ZEIT Online)

Elena Ferrante Geschichte eines neuen Namens Rezension Neuerscheinung Buecherherbst Buecherblog

(c) Suhrkamp

„Mütter, Machos und das Meer. Vom Elend der Geschlechter und anderen Unglücksfällen: Elena Ferrante setzt [mit Die Geschichte eines neuen Namens] ihre bewegende neapolitanische Saga über die Freundschaft zweier Frauen fort.“ (Der Tagesspiegel)

„Der Winter ist in puncto Garten so etwas wie eine kreative Latenzphase. Pflanzenfans können sich vorbereiten mit zahlreichen Ratgebern, Klassikern der Gartentheorie oder Bildbänden. Wir haben unsere Favoriten zusammengestellt.“ (Deutschlandradio Kultur)

„Diese Krimis sollten Sie gelesen haben: F.A.S. und Deutschlandradio Kultur präsentieren die besten Krimis. Im Januar wird es blutig.“ (Frankfurter Allgemeine)

„Was hat das Meer mit dem Menschen zu tun? Was bedeuten uns die Ozeane dieser Welt? Gunter Scholtz hat mit diesen Fragen die Philosophiegeschichte durchstreift. Das Ergebnis [Philosophie des Meeres] ist ein großes Denk- und Lesevergnügen.“ (Deutschlandradio Kultur)

„Living the L.A.-Life: In seinem neuen Buch Stadt ohne Engel taucht Jan Brandt in die Millionenmetropole Los Angeles ein.“ (Frankfurter Rundschau)

„Reichtum, flüchtiger Hauch: In Alan Pauls‘ Geschichte des Geldes denken alle nur an das eine.“ (ZEIT Online)

„Die Vergangenheit schlägt zurück: In seinem autobiografischen Essay [Rückkehr nach Reims] beschreibt der französische Schriftsteller [Didier Eribon] die Entfremdung von seiner Arbeiterfamilie und seinen Versuch, die populistische Wut der »Abgehängten« zu verstehen.“ (Der Tagesspiegel)

„Der Lesereisen-Marathon 2017 ist eröffnet: Einer der sich mit dem Lesen auf Reisen gut auskennt, ist David Wagner. Der Schriftsteller hat mit Zimmer im Hotel so etwas wie den Soundtrack zum Thema verfasst – mit dem er bald wieder auf Tour ist.“ (Deutschlandradio Kultur)

„Trotz des Karriereknicks im Knabenalter: Ballverliebt [von Jochen Schmidt] ist das genau richtige Buch nicht nur während der Krisenzeit der komischen Fußball-Winterpause.“ (Frankfurter Rundschau)

„Borniertes Frankfurter Biedermeier: Gerd de Bruyns Milieustudie Das mächtige Häuflein führt in und prekäre Verhältnisse vor.“ (Frankfurter Rundschau)

„Geschichten von Vätern und Söhnen: Originell und vielseitig – so lässt sich die Literatur des ungarischen Schriftstellers László Darvasi in wenigen Worten beschreiben. Als Journalist und Lyriker begann er Anfang der 1990er-Jahre zu schreiben. Bald kamen Kurzgeschichten und Erzählungen hinzu. Seine Romane Die Legende von den Tränengauklern und Blumenfresser verschafften ihm auch über Ungarns Grenzen hinaus große Anerkennung. Nun liegt ein neues Buch von ihm vor. Es enthält Novellen und heißt in der deutschen Übersetzung Wintermorgen.“ (NDR)

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