Für die Freiheit des Wortes

freiheit-petition-boersenverein-buecherherbst-buecherblog-tuerkei-meinungsfreiheitIn der Türkei geht die Regierung immer restriktiver gegen regierungskritische Journalisten, Medien und Autoren vor. „Die Freiheit des Wortes ist in der Türkei akut bedroht“, konstatiert der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Deshalb hat dieser gemeinsam mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen eine Petition #FreeWordsTurkey an Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gestartet, mit der mehr Meinungs- und Pressefreiheit gefordert wird. „In der Türkei wird die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten. Die Freiheit des Wortes ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar. Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sind die Grundlage einer freien und demokratischen Gesellschaft. Wir fordern die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, klar Position zur Lage in der Türkei zu beziehen, die Meinungsfreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen“, heißt es in der Petition weiter.

Wer den Börsenverein beziehungsweise die Petition Frau Merkel, Herr Juncker: Fordern Sie Meinungsfreiheit in der Türkei! unterstützen möchte, kann hier unterschreiben: change.org.

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

Jenny Erpenbeck (l.) auf der Frankfurter Buchmesse 2015.

„Die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck ist am Sonnabend mit dem Thomas-Mann-Preis 2016 ausgezeichnet worden“ (Focus Online)

„Blinde und sehbehinderte Menschen müssen Zugang zu Büchern haben – wie andere Menschen auch. Dafür soll unter anderem der so genannte Marrakesch-Vertrag sorgen, den Deutschland und die EU aber noch nicht ratifiziert haben.“ (Deutschlandradio Kultur)

Tschick-Regisseur Fatih Akin: »Das hat mir ganz schön das Herz gebrochen«“ (Kölner Stadt-Anzeiger)

„Von Männern, die sterben wollen: Roberto Saviano hat uns die Mafia erklärt. Seit sein Buch Gomorrha vor zehn Jahren erschienen ist, lebt er unter Polizeischutz. Jetzt sagt er, was Mafiosi und Islamisten gemein haben.“ (Frankfurter Allgemeine)

„»Deutschland ist fast ein Paradies für Organisiertes Verbrechen«: Der italienische Journalist und Mafiakritiker Roberto Saviano über Renzi und Merkel, die Zukunft Europas und Italiens.“ (Der Tagesspiegel)

„Russische Autoren sind auf der größten ukrainischen Buchmesse in Lemberg nicht vertreten, sagt der Journalist Martin Sander. Der Konflikt mit dem Großen Nachbar im Osten sei auch in der Westukraine spürbar.“ (Deutschlandradio Kultur)

„»Das Begehren selbst steht heute vor dem Richter«: Der Philosoph Peter Sloterdijk hat ein Buch über weibliche Sexualität geschrieben. Nun erklärt er, warum ihn feministische Debatten so wenig interessieren.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Schriftstellerin Katja Lange-Müller liest im Frankfurter Literaturhaus aus ihrem Roman Drehtür. Und erzählt davon, wie Romanfiguren an ihrer Bettdecke zerren.“ (Frankfurter Rundschau)

„Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel hat am Donnerstag den mit 20.000 Euro dotierten Hölty-Preis für Lyrik der Stadt Hannover erhalten.“ (NDR)

Alison Louise Kennedy zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen ihrer Generation. Thomas David begibt sich mit der 50-Jährigen auf einen Streifzug durch Glasgow, wo ein großer Teil ihres literarischen Werks entstanden ist.“ (Deutschlandradio Kultur)

„US-Dramatiker Edward Albee ist tot: Der Autor des Theaterstücks Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ist im Alter von 88 Jahren gestorben.“ (ZEIT Online)

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