Die schönsten deutschen Bücher

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Die Stiftung Buchkunst hat die schönsten Bücher ausgewählt. [Screenshot]

Natürlich, Bücher sind zum Lesen da. Doch macht es sowohl das Kaufvergnügen als auch das Einsortieren ins Bücherregal nochmals außergewöhnlicher, wenn es sich um ein besonders schönes Buch handelt. Die Schönsten der Schönen hat nun die Stiftung Buchkunst ausgewählt und in fünf Kategorien prämiert: die 25 schönsten deutschen Bücher 2015. Diese seien „vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten“, so die Jury. Aus dieser Vorauswahl wird nun eine weitere Jury ein Buch selektieren, das Anfang September den Preis der Stiftung Buchkunst verliehen bekommt. Lukas Lavater - Baum an BaumMein persönlicher Favorit des vergangenen Jahres wäre J. J. Abrams‘ Schiff des Theseus gewesen – vielleicht war es für eine solche Prämierung jedoch zu sehr auf Design und Aufmachung fixiert. Allerdings kann ich andererseits beispielsweise auch Lukas Lavaters Baum an Baum mit seiner schlichten, klaren Erscheinung viel abgewinnen.

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Hier gibt’s neuen Lesestoff

Bücherstapel Bücherherbst Vorschau 2016

(c) Lupo/pixelio.de

Während ich mit meiner Wunschliste noch bis Ende Juni eine Pause eingelegt habe, durchforste ich die Verlagsvorschauen nach interessanten Neuerscheinungen für das zweite Halbjahr. (Einen Überblick aller deutschsprachigen Verlage findet man bei Wikipedia) Hierfür hatte ich mir diverse Links der Verlage herausgesucht – die ich euch nicht vorenthalten möchte. Deshalb hier ein paar Verweise zu den Vorschauen, natürlich ohne jeglichen Vollständigkeitsanspruch: Weiterlesen

Impulse in der Leseförderung

Vorlesen Buecherherbst Buecherblog Lesepreis Rolf Kühnast_pixelio.de

(c) Rolf Kühnast/pixelio.de

logo_deutscherlesepreis„Lesen zu können ist eine der wichtigsten Grundlagen unserer Gesellschaft“, stellen Astrid Kießling-Taşkin, Geschäftsführerin der Commerzbank-Stiftung, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, heraus. Die beiden Organisationen vergeben seit 2013 gemeinsam den Deutschen Lesepreis. Dieser zeichnet ehrenamtliches Engagement für die Leseförderung aus. Denn knapp ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland hat große Schwierigkeiten beim Lesen, erläutern die Initiatoren. „Mit dem Deutschen Lesepreis wollen wir Impulse in der Leseförderung setzen und neuen Ideen zur Verwirklichung verhelfen.“ Sowohl Einzelpersonen als auch Schulen oder andere Einrichtungen können sich noch bis 31. Juli mit ihren Lesefördermaßnahmen in folgenden vier Kategorien bewerben: 1) Sonderpreis „Ideen für morgen” zum Thema „Migration und Integration“; 2) Herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung; 3) Herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung; 4) Herausragende Leseförderung an Schulen. Viele weitere Informationen finden sich hier: Deutscher Lesepreis.

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Die Leser entscheiden mit

Hotlist 2016 Independent VerlageNeben den bekannten Buchpreisen, die im Rahmen der Buchmessen in Frankfurt und Leipzig vergeben werden, gibt es auch noch zahlreiche weitere. Einer dieser nicht ganz so im Vordergrund stehenden Buchpreise ist die Hotlist, welche Bücher von unabhängigen Verlagen prämiert. Noch bis 6. Juni läuft hierzu die Bewerbungsphase für die Verlage. Aufgenommen werden die unterschiedlichsten Titel: Lyrik, Prosa, Essays, erzählendes Sachbuch, zeitgenössische oder alte Autoren, deutschsprachige oder übersetzte Titel, das besondere Buch. Im nächsten Schritt entscheiden eine Jury sowie das Publikum (online) ab 24. Juni über die Zusammensetzung der Top Ten der Hotlist. Neben dem Hauptpreis wird auch der Melusine-Huss-Preis ausgelobt, der durch Buchhändler an einen der auf der Hotlist vertretenen Independent-Verlage vergeben wird.

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Durchwachsen [Update IV: Wunschliste]

Das erste Viertel des Jahres ist rum – Zeit für ein Zwischenfazit zu meiner Wunschliste: 16 Bücher hatte ich mir rausgesucht, immerhin acht hiervon habe ich gelesen und rezensiert, eines lese ich aktuell, fünf sind auf meinem SuB gelandet, zwei habe ich mir (noch) nicht gekauft. Eine durchwachsene Bilanz. Allerdings hatte ich mit Volker Kutschers Die Akte Vaterland (noch nicht rezensiert) sowie Richard Fords Der Sportreporter (rezensiert: Ein verträumtes Ich) darüber hinaus zwei durchaus umfangreichere Bücher eingeschoben.


Da ich für Mai und Juni keine Bücher auf meiner bisherigen Wunschliste hatte und bislang keine weiteren gefunden habe, die in mein Beuteschema passen, werde ich versuchen, auf Neueinkäufe zu verzichten und stattdessen am SuB-Abbau zu arbeiten. Ab Juli folgt dann der nächste Teil meiner Wunschliste. Dafür durchstöbere ich in den kommenden Tagen noch weiter die Verlagsvorschauen auf der Suche nach ein paar spannenden Neuerscheinungen.

Hier ist das Update zu meiner Wunschliste:
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Netzwerkerin mit viel Herzblut

BücherFrauenIm Rahmen meiner Rückblende Anfang April (Mehr Aufmerksamkeit für weibliche Stimmen“) berichtete ich über die aktuell laufende Abstimmungsphase für den LiBeraturpreis des Vereins Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika, der Werke von Autorinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt auszeichnet. Nun wurde Litprom-Geschäftsleiterin Anita Djafari als BücherFrau des Jahres 2016 ausgezeichnet („Neue BücherFrau des Jahres“), ein Preis der alljährlich vom Netzwerk BücherFrauen/Women in Publishing vergeben wird. Zur Begründung heißt es, dass Djafari eine „unermüdliche Netzwerkerin [sei], die ihre Projekte mit unbändiger Energie und viel Herzblut vorantreibt“ („Mit Herzblut für die Weltliteratur“).

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Alte Bekannte wiedertreffen

PE_20160507140529 Wie kaum einem anderen Schriftsteller gelingt es Volker Kutscher, die bedrückende Atmosphäre der 1930er Jahre in Deutschland in seinen Büchern zu kreieren. Dabei hat er mit Gereon Rath und den anderen Protagonisten in der Berliner Polizeizentrale außergewöhnlicher Charaktere geschaffen, die man immer gerne wiedertrifft – wie alte Bekannte, die man eine längere Zeit nicht gesehen hat. Deshalb freue ich mich schon auf Gereon Raths fünften Fall, mit dem ich jetzt starte: Märzgefallene, der zudem auch in meiner Heimat, dem Rheinland, spielt.

Blutige Folgen der Ausgrenzung

Shakespeare Broken Hill Rezension HoCa BuecherherbstDie Ausgrenzung von Menschen kann unterschiedlichste Ursachen haben. Innerhalb einer gesellschaftlichen Struktur mit verschiedenen „Schichten“ trifft es allerdings zumeist die Schwächsten, insbesondere Minderheiten sind zuvorderst davon betroffen, ausgegrenzt zu werden. Führt man sich die aktuelle Flüchtlingsdebatte vor Augen, sieht man zahlreiche Versuche, eine Trennung zwischen den bereits hier lebenden sowie den geflüchteten Menschen zu vollziehen – sei es bei der finanziellen Versorgung, der Unterbringung oder der Integration in den Arbeitsmarkt. Doch ist die Diskriminierung von Minderheiten oder neu zu integrierenden Menschengruppen kein Phänomen der heutigen Gesellschaft, sondern zieht sich durch die gesamte Bevölkerungsgeschichte. In seinem Roman Broken Hill zeigt Nicholas Shakespeare dies anhand der Geschichte der Einwanderer der australischen Bergbaustadt Broken Hill, die rund um den Jahreswechsel 1914/1915 im Camel Camp leben, dem von den Ausländern bewohnten Siedlungsgebiet, das unter den Einwohnern nur abfällig Ghantown genannt wird. Der Hass und die Restriktionen zermürben die Ghantown-Bewohner, so dass einige von ihnen irgendwann nur noch einen radikalen Ausweg sehen.

Während in Europa der Erste Weltkrieg tobt, sind die Bewohner von Broken Hill am Bahnhof zusammengekommen, um zu Jahresbeginn zum Neujahrspiknik, dem alljährlichen Höhepunkt der Region, aufzubrechen. Weiterlesen