Mehr Aufmerksamkeit für weibliche Stimmen

Liberaturpreis LitpromManchmal ist es gar nicht so einfach, den Überblick über alle Literaturpreise zu bewahren. Die beiden wichtigsten in Deutschland sind zweifellos die Preise, die im Rahmen der Buchmessen in Frankfurt und Leipzig vergeben werden. Doch manchmal lohnt auch ein Blick über den Tellerrand hinaus, wobei man überaus interessante Bücher entdecken kann. So vergibt beispielsweise der Verein litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika alljährlich den LiBeraturpreis, der Titel von Autorinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt auszeichnet. „Zugrunde liegt die Tatsache, dass Übersetzungen aktueller Werke von Autorinnen aus den entsprechenden Ländern auf dem deutschen Buchmarkt immer noch stark unterrepräsentiert sind und weiblichen Stimmen nach wie vor eine deutlich geringere mediale Aufmerksamkeit zukommt“, stellt der Verein heraus. Aktuell läuft die Abstimmungsrunde für diesen Publikumspreis, der ebenfalls im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen wird. Ein Blick auf die Nominierten zeichnet ein spannendes, abwechslungsreiches Themenbild von Autorinnen jenseits des Mainstreams – einfach mal reinschauen: LiBeraturpreis 2016.

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

„Der Staatsschutz und sein Nachdichter: Der Schweizer Geheimdienst sammelte Fakten und Gerüchte über Max Frisch. Ein Buch zur sogenannten ‚Fichen Affäre‘ stellt provokante Thesen auf.“ (FAZ)

„Jeden Morgen erfinden wir uns selbst: Er war ein Universalgelehrter mit Sinn für philosophische Kunststücke: Ein Nachruf auf den schwedischen Dichter und Erzähler Lars Gustafsson.“ (ZEIT Online)

„Von Anfang an nahm er sich in seiner Kunst mitleidlos in den Blick. Vieles von dem, worüber er schrieb, hat Imre Kertész erleben müssen. Von der Verschleppung nach Auschwitz bis zu den Demütigungen des hohen Alters. Doch in seiner Prosa verbarg sich trotz aller Schmerzhaftigkeit auch das Gegenteil: eine Feier des Lebens“ (Tagesspiegel)

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Benjamin von Stuckrad-Barre. (c) Smalltown Boy at the German language Wikipedia [CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons]

„Von der Depression zum Bestseller: Warum erreicht Benjamin von Stuckrad-Barre gerade so viele Menschen?“ (Süddeutsche Zeitung)

„Wie werde ich Salafist? Keine Gebrauchsanweisung, sondern einige Anmerkungen zu autobiografischen Schilderungen.“ (Frankfurter Rundschau)

Schurken in der Weltliteratur: Fieslinge sind männlich. Martin Thomas Pesl im Gespräch mit Andrea Gerk“ (Deutschlandradion Kultur)

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Ein Kommentar zu “Mehr Aufmerksamkeit für weibliche Stimmen

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