Bücher statt Böller

PE_20151231133247Ich bin ohnehin kein Freund von Silvesterraketen und -böllern. Deshalb habe ich das Geld sinnvoller investiert und es gibt etwas wesentlich Schöneres zum Jahresabschluss: drei ausgezeichnete neue Bücher.

Nachdem ich zuletzt bereits Der Sportreporter von Richard Ford gelesen habe, musste nun natürlich auch der zweite Teil der Frank-Bascombe-Reihe her: Unabhängigkeitstag, für das Ford 1996 sowohl den Pulitzer Prize for Fiction als auch den PEN/Faulkner Award erhielt. (Mehr zum Buch bei: dtv) Weiterlesen

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Ein Klassiker zur Leseparty

C__Data_Users_DefApps_AppData_INTERNETEXPLORER_Temp_Saved Images_untitled Zum Ende des Tages starte ich in die #Leseparty light von „Die Liebe zu den Büchern“ und „primeballerina’s books“. Ausgesucht habe ich mir einen Klassiker: Richard Fords Der Sportreporter, der erste Teil der ursprünglich als Trilogie angelegten Frank-Bascombe-Reihe. PE_20151226200158

Ob ich im Rahmen der Leseparty mit dem Buch durchkomme, weiß ich noch nicht, aber es wird selbstverständlich eine Rezension geben. Wer mehr über das Buch erfahren möchte, hier die Seite des Verlags: http://www.dtv.de/buecher/der_sportreporter_14271.html

Einfach schön

Ein Buch in der Hand und einen traumhaften Ausblick – Zug fahren kann entlang der Rheinstrecke durchaus schön sein.

Ich lese übrigens Nichtstun heißt, es tut sich nichts, ein Buch über zuvorderst soziale Ungerechtigkeit in Deutschland, mit interessanten Ansätzen, welche Veränderungen nötig wären.WP_20151225_009

Selbst beschenkt

PE_20151223181241Mein eigentlicher Plan für heute war, lediglich ein BoD (David Gutensohn – Nichtstun heißt, es tut sich nichts) sowie ein letztes Weihnachtsgeschenk (Nein. Ein Manifest) in der Buchhandlung abzuholen. Obwohl meine Buchhandlung vor Ort zu den gemütlichen, übersichtlichen gehört, mit einer Länge von vermutlich nicht mehr als zwanzig Metern in L-Form, scheitern solche Pläne zumeist: Die „Abholung“ befindet sich in der hintersten Ecke. Man muss also vorbei an einer schmucken Wand mit den aktuellen Spiegel-Bestsellern, einem Regal mit Büchern über meine Heimatstadt, die Region und das Rheinland sowie zahlreichen Tischen mit Neuerscheinungen oder Empfehlungen der Mitarbeiter. Da ich nur wenig Zeit mitgebracht hatte, hielt sich meine Ausbeute immerhin durchaus in Grenzen.

Neu im Regal sind jetzt neben dem BoD auch Richard Fords Der Sportreporter, welches ich mir nach einer Lesung von Ford zu seinem neuesten Buch noch zwecks baldiger Vervollständigung der Frank-Bascombe-Reihe weit oben auf meine Liste geschrieben hatte, und Die Akte Vaterland, der vierte Teil von Volker Kutschers Gereon-Rath-Krimireihe, die zur Zeit der Nazidiktatur spielt.

Buchtipps zum Verschenken

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(c) Paul-Georg Meister/pixelio.de

Nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, wird in der Buchhandlung vor Ort sicherlich auch auf den letzten Drücker fündig. Für alle Menschen, die jedoch keine Idee haben, welches Buch für den zu Beschenkenden passend sein könnte, habe ich ein paar Buchtipps für Weihnachten aus den Feuilletons zusammengetragen.

Erpenbeck Buchpreis Knaus Verlag

Jenny Erpenbeck (l.) auf der Frankfurter Buchmesse 2015.

Doch zunächst eine persönliche Empfehlung, mein Buch des Jahres: Jenny Erpenbecks Gehen, ging, gegangen. Sie geht der Frage nach, wie sichtbar das Leid der Flüchtlinge ist, wenn der Blick hierfür nicht geschärft ist – das Buch ist ergreifend, aufwühlend und regt auf unaufdringliche Weise zum Nachdenken an. Meine vollständige Rezension findet ihr hier: Flüchtlinge werden sichtbar – das muss ausgezeichnet werden.

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Die Strahlkraft des westlichen Projekts

„Augenmaß, enorme Sachkenntnis und singuläre Forschungsakribie“: Der bekannte deutsche Historiker Heinrich August Winkler erhält den „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2016“. Mit seiner mehrbändigen Geschichte des Westens hat WinklerOLYMPUS DIGITAL CAMERA ein monumentales Grundlagenwerk zur politischen Entwicklung der wichtigsten westlichen Länder vorgelegt. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass er mit „seiner souveränen Kunst, Analyse und Erzählung zu verbinden und die Vielfalt der Aspekte in eine überzeugende Synthese zu integrieren, […] einem breiten, historisch interessierten Publikum wertvolle Orientierungshilfe [leistet]. Indem dieses Werk an die Strahlkraft des westlichen Projekts erinnert und dessen heutige Geltung immer wieder aufs Neue bekräftigt, ist es unverzichtbar gerade in Zeiten, in denen die Werte des Westens fragiler und angefochtener erscheinen denn je“ (Leipziger Messe)

Heinrich August Winkler

Heinrich August Winkler (c) http://www.stephan-roehl.de / Heinrich-Böll-Stiftung [CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons]

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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Das Eigentliche ist unsichtbar

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch bin erwachsen – egal, wie sehr ich mich bemühe, Kind zu bleiben. Ich sehe eindeutig einen Hut, obwohl doch eigentlich eine Schlange, die einen Elefanten als Ganzes verschlingt, zu erkennen ist. So durchdringend und doch zugleich diffizil beginnt Antoine de Saint-Exupéry sein Meisterwerk Der kleine Prinz. Man sollte viel häufiger diese tiefsinnige, wundervolle Geschichte lesen – es ist stets der richtige Moment, um nochmals das Buch aus dem Regal zu nehmen. Weiterlesen

Er ist wieder da – darf das sein?

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Dreharbeiten zu „Er ist wieder da“. (c) Südwambel [Own work, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons]

Mehr als 2,3 Millionen Menschen haben inzwischen die Verfilmung von Timur Vermes‘ Er ist wieder da im Kino gesehen. Zum Jahresende laufen dann die Urheberrechte an Adolf Hitlers Nazi-Hetzschrift Mein Kampf aus, eine (kommentierte) Neuauflage wurde bereits angekündigt. Darf das sein? Wird womöglich einem neuen Hitler-Kult der Weg geebnet? „Hitler dient als Projektionsfläche für die vermeintlich dunklen Charakteristika seiner Persönlichkeit, eingedampft auf ‚das Böse'“, meint Helmut Ortner. „Und das Böse ist faszinierend und bedrohlich zugleich. Wir wollen nichts mit ihm zu tun haben und können uns doch nicht davon abwenden. Wir wünschen es aus unserer Welt und benötigen doch seine Anwesenheit.“ (Frankfurter Rundschau)

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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Die Kraft der Sprache

2166977616807840dmgalleryreslit-cologneIn der vergangenen Woche ist der Vorverkauf für die lit.COLOGNE, die vom 8. bis 19. März stattfindet, gestartet. Dargeboten wird wieder ein vielfältiges Programm, das sich zuvorderst dem Thema Integration widmet. Ich habe mich bislang für drei Veranstaltungen entschieden: PE_20151205205444Unter dem Titel Auch Ihr seid jetzt Deutschland! Flüchtlinge und die Kraft der Sprache steht ein Benefizabend am 17. März zugunsten der Til Schweiger Foundation, die mit dem Erlös Sprachkurse für geflüchtete Menschen fördert. Zahlreiche Prominente lesen hierbei Texte von Bertolt Brecht, Ernst Bloch oder Kurt Tucholsky zu Flucht, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Weiterlesen